AG: Die Geschichte der eigenen Vorfahren im Nationalsozialismus erforschen

Wann:
11. April 2022 um 16:00 – 17:30
2022-04-11T16:00:00+02:00
2022-04-11T17:30:00+02:00
Wo:
Hörsaal XIb, Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz
Kontakt:
Monika Theil

Auftaktveranstaltung
Wir Heutigen sind über den Nationalsozialismus bestens informiert. Im
Kontrast zu diesem fundierten historischen Wissen gibt es in der eigenen
Familiengeschichte jedoch zuweilen einen dunklen Fleck. Viele Deutsche,
die den Nationalsozialismus bewusst erlebten, haben nach dem Zweiten
Weltkrieg sehr wenig oder nichts von ihren eigenen Erfahrungen erzählt.
Die Gründe dafür sind vielfältig und kompliziert. Kriegskinder und Nach-
kriegskinder sind oft mit diesem Schweigen aufgewachsen. Nie gestellte
Fragen, fraglos akzeptierte Ungewissheiten und Rätsel, Nebel, Tabus und
Verdrängungsprozesse prägten den Alltag mancher Nachkriegsfamilien.
Vieles hat sich inzwischen geändert. Der Abstand zur NS-Zeit ist groß ge-
nug geworden. Die wissenschaftliche Forschungslage ist ausgezeichnet.
Archive und Bibliotheken arbeiten vorbildlich und Reisen an die Orte des
Geschehens sind in vielen Fällen nicht mehr unmöglich. Warum also sollte
man sich nicht an die Arbeit machen und versuchen, die verbliebenen Rät-
sel in der eigenen Familiengeschichte zu entwirren, soweit das heut noch
möglich ist? Bei der Auftaktveranstaltung geht es um den persönlichen
und gesellschaftlichen Nutzen, den man vom Überwinden der Schweige-
mauer hat und darum, zur aktiven Erforschung der eigenen, familiären
Vergangenheit zu ermutigen.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte reichen Sie Ihre Anmeldung zur Arbeitsgruppe
erst nach der Auftaktveranstaltung ein
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

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