Ringvorlesung: Kreativität & Routine

Wann:
5. April 2022 um 12:00 – 13:30
2022-04-05T12:00:00+02:00
2022-04-05T13:30:00+02:00
Wo:
Hybrid-Veranstaltung: Teilnahme für Gasthörer:innen
online über ZOOM möglich
Kontakt:
Prof. Dr. Benjamin Beil, Prof. Dr. Birgit Hellwig

Diese Ringvorlesung ist interdisziplinär ausgerichtet und setzt sich aus
verschiedenen Perspektiven mit der Wechselbeziehung von Kreativität
und Routine auseinander.
So sind die gegenläufigen Anforderungen von Kreativität und Routine z. B.
von zentraler Bedeutung für das Gelingen sprachlicher Kommunikation.
Der kreative Umgang mit sprachlichen Mitteln ermöglicht es uns, neue In-
halte und feine Nuancierungen zu kommunizieren. Gleichzeitig verhindern
geteilte sprachliche Routinen, dass wir bei jeder Interaktion neu beginnen
müssen und bilden somit die Grundlage für die Effizienz und Robustheit
menschlicher Kommunikation. Gelungene Kommunikation ist dabei auf
das ausgewogene Wechselspiel von Kreativität und Routine in jeder kom-
munikativen Äußerung angewiesen.
Auch in der Medienkulturwissenschaft ist ein solches Wechselspiel in den
letzten Jahren viel diskutiert worden. So widmet sich z. B. die Serialitäts-
forschung dem ästhetischen Zusammenspiel von Variation und Wiederho-
lung. Die mediensoziologische Debatte zum sog. Kreativitätsdispositiv be-
schreibt einerseits die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung (Beuys: „Jeder
Mensch ist ein Künstler!“) und andererseits einen gewissen gesellschaftli-
chen Zwang, stets kreativ sein zu müssen.
Vergleichbare Diskurse zum Wechselspiel von Kreativität und Routine fin-
den sich auch außerhalb der Sprachwissenschaften und der Medienkul-
turwissenschaft in zahlreichen Disziplinen. Wir werden uns in dieser Ring-
vorlesung mit verschiedenen Zugängen zu diesem Themenbereich be-
schäftigen.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldevoraussetzungen werden noch bekannt gegeben

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