Sind wir noch dieselben? Was Corona mit uns undder Gesellschaft macht

Wann:
16. Mai 2022 um 14:00 – 15:30
2022-05-16T14:00:00+02:00
2022-05-16T15:30:00+02:00
Wo:
Seminarraum S 58, Philo- sophikum, Universitätsstraße 41 Achtung! Kurzfristige Än- derungen möglich
Kontakt:
Dr. Anne Klein

Seit mehr als zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie unser Leben.
Viele Menschen sind gesundheitlich und ökonomisch stark betroffen. Kon-
taktbeschränkungen stellen Familien und Freundschaften auf die Probe.
Verschwörungserzählungen provozieren eine Spaltung der Gesellschaft.
Eine allgemeine Gereiztheit – Micro-Agression – führt zu unangenehmen
Begegnungen im Alltag. Gemeinsame Wertvorstellungen, politische Ori-
entierungen und kulturelle Gepflogenheiten scheinen in Frage gestellt zu
sein. Die psychischen Belastungen bringen jedoch auch gegenteilige Ef-
fekte hervor. Auf einmal sprechen bislang unbekannte Menschen freund-
lich miteinander; einige setzen sich für ein gemeinwohlorientiertes Mitein-
ander ein. Berufstätige in Bereichen der kritischen Infrastruktur wachsen
über sich selbst hinaus. Menschen verfügen also auch über die Fähigkeit,
in Krisenzeiten die notwendige innere Stärke zu entwickeln und belasten-
de Situationen zum Besseren zu wenden.
In diesem Arbeitskreis werden wir der Frage nach den psychischen Belas-
tungen der Corona-Pandemie nachgehen, und auch danach fragen, wie
emotionale Stabilität und Resilienz – so der Fachbegriff für „Widerstands-
fähigkeit“ – erlernt und zu einer „Kultur des Miteinanders“ ausgestaltet
werden können. Ausgehend von unseren Alltagsbeobachtungen werden
Einsichten und Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen
(Soziologie, Geschichte, Sozialpsychologie, Traumaforschung, Philoso-
phie, Ethik) zu Rate gezogen und bereits vorliegende empirische Studien-
ergebnisse zur Belastung durch die Corona-Pandemie diskutiert. Ein Bei-
spiel ist das CovSocProjekt, das gefördert durch die Max-Planck-Gesell-
schaft die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gefühle und das
Verhalten der Berliner Bevölkerung untersucht. Wir wollen auch mit Stu-
dierenden sprechen und ihre Sichtweise auf die Corona-Pandemie ken-
nenlernen, denn junge Menschen, die ihr Abitur bereits unter Corona-Be-
dingungen absolviert haben und in die Zukunft schauen möchten, nehmen
die psychischen Belastungen besonders aufmerksam wahr.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
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Das Dozent:innenhonorar dieser Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge
des fgs gefördert

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