Von der Muse geküsst: 3×4 Sitzungen zu Kunst, Musik, Literatur, Film oder Theater.

Wann:
24. Mai 2022 um 16:00 – 17:30
2022-05-24T16:00:00+02:00
2022-05-24T17:30:00+02:00
Wo:
Zoom Sitzung und Exkursion
Kontakt:
Christine Schmitt, M. A.

Es gab nicht nur den Wallraf! Die Sammlungen der ehemaligen
Kölner Jesuiten: Das kulturelle Erbe der Stadt Köln entdecken,
erforschen und vermitteln
Zum reichen kulturellen Erbe der Stadt Köln gehören auch die bedeuten-
den Kunst-, Buch- und Instrumentensammlungen der ehemaligen Kölner
Jesuiten, die sich nach wie vor im Besitz des im Jahr 1800 gegründeten
Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds befinden. Diese Sammlungen ka-
men vorrangig in Unterricht und Studium zum Einsatz und haben nach der
Auflösung des Ordens im Jahre 1773 und vor allem in der Zeit der franzö-
sischen Herrschaft vielfache Zerstreuungen und Verluste erlitten: Nur ein
Teil der ursprünglichen Sammlungen ist in Köln verblieben, wertvolle Bü-
cher und Stiche wurden in den 1790er Jahren nach Paris verbracht, wo sie
noch heute in der Bibliothèque de France und im Louvre liegen.
Am Beispiel unserer aktuellen Forschungen zum Erbe der ehemaligen
Kölner Jesuiten werfen wir einen Blick hinter die Kulissen: Wie können die-
se Sammlungen erforscht werden? Und wie können die Ergebnisse unse-
rer Forschungen über die Fachcommunity hinaus an ein größeres, ge-
schichts- und kulturinteressiertes Publikum vermittelt werden? In diesem
Kontext möchten wir zeigen, wie verschiedene Kölner Institutionen (Wis-
senschaft, bewahrende Institutionen und der Museumsdienst der Stadt
Köln) in unterschiedlichen Projektkontexten zu den Jesuitensammlungen
kooperieren.

Sitzung 1 (ZOOM-Veranstaltung):
Aktuelle Forschungen zu den Sammlungen der ehemaligen Kölner
Jesuiten
Der Vortrag gibt einen Überblick über die jesuitischen Sammlungen in Köln
und zeigt, wie reich und vielfältig dieses kulturelle Erbe einst war und heu-
te immer noch ist. Anhand ausgewählter Objekte aus Kölner Museen und
Kulturinstitutionen wird die Geschichte dieser Sammlungen beleuchtet
und deren Bedeutung für die Forschung reflektiert. Ein Schwerpunkt liegt
auf dem Physikalischen Kabinett.

Sitzung 2 (Exkursion):
Die Rekonstruktion der Kölner Jesuitenbibliothek. Erforschung,
Erschließung, Präsentation
Über 200 Jahre war in Köln das bedeutendste Jesuitenkolleg des Reiches
beheimatet und es verfügte über eine stattliche Bibliothek, die ab 1794 auf
großes Interesse bei den französischen Besatzern stieß. In der USB Köln
gehen wir der spannenden Frage nach, was von der Jesuitenbibliothek
noch vorhanden ist und was uns die Bücher über die Vorbesitzer und ihre
Schüler verraten.

Sitzung 3 (Exkursion):
Vom Charme strukturierter Information. Wissenschaftliche Doku-
mentation der jesuitischen Sammlungen in der RBA-Bilddatenbank
Kulturelles Erbe Köln
Das Rheinische Bildarchiv hat einerseits Fotografien von Objekten der
Sammlung erstellt und erschlossen und andererseits anhand einer Aus-
wahl von Leitobjekten eine eigene strukturierte Verschlagwortung (The-
saurus) erarbeitet. Diese erlaubt eine vereinfachte semantische Suche
und ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Öffnung einer wissenschaftli-
chen Datenbank für breitere Nutzergruppen und zum besseren Verständ-
nis des kulturellen Erbes.

Sitzung 4 (ZOOM-Veranstaltung):
Kulturelles Erbe vermitteln: Wie kann der Wissenstransfer aus der
Forschung in eine breitere Öffentlichkeit gelingen?
Die Forderung nach mehr oder besserer Wissenschaftskommunikation ist
in den letzten beiden Jahren deutlich lauter geworden: Doch wie wird man
dem gerecht? Im Rahmen des Workshops soll am Beispiel der Erfor-
schung des kulturellen Erbes um 1800 gezeigt werden, wie
Wissenschaftskommunikation am Kölner Lehrstuhl verstanden und insbe-
sondere in digitale Formale umgesetzt wird. Im Anschluss werden die An-
gebote gemeinsam reflektiert und diskutiert.

Es sind zwei ZOOM-Veranstaltungen und zwei Exkursionen für diese Veranstaltung
eingeplant
Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an
Die Zugangsdaten zu der Veranstaltung erhalten Sie vor der 1. Sitzung per E-Mail
Teilnehmer:innenbegrenzung: 50

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