Zyklus Siebengebirge: Kultur- und Naturlandschaftswandel – Wanderung von den Ofenkaulen zum Drachenfels und zurück nach Königswinter

Wann:
24. Juni 2022 um 10:45 – 15:45
2022-06-24T10:45:00+02:00
2022-06-24T15:45:00+02:00
Wo:
Königswinter, Bahnhof (Ankunft der DB um 10:43 Uhr)
Kontakt:
Werner Jacobs 0173 94 336 92 wejacobs(at)web.de

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Zyklus Siebengebirge: Kultur- und Naturlandschaftswandel –
Wanderung von den Ofenkaulen zum Drachenfels und zurück nach
Königswinter
Zunächst erkunden wir die Natur- und Kulturlandschaft rund um den Ofenkaulberg
(Fahrt mit dem Bus von Königswinter-Bahnhof bis zur Haltestelle Rosenau): In den
Ofenkaulen wurde seit dem Mittelalter bis ins frühe 20. Jh. Trachyttuff für den Bau von
Backöfen abgebaut. Ein weitverzweigtes Stollensystem durchzieht den Berg und stellt
ein unterirdisches Zeugnis der Landschaftsgeschichte im Siebengebirge dar. Während
des II. Weltkriegs wurden die Stollen als Standort für die Rüstungsproduktion genutzt,
oberirdisch finden sich Relikte eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers. Heute
beheimaten die Ofenkaulen Fledermäuse und ergänzen als wertvolles Biotop die
Biodiversität im Naturschutzgebiet. Von den Ofenkaulen geht es weiter zum
Milchhäuschen (früher ein Hof, heute ein beliebtes Ausflugsziel). Entlang des Weges
finden sich zahlreiche Rambuchen: Spuren der ehemaligen Niederwaldwirtschaft. Vorbei
an der Wolkenburg kommen wir zum Drachenfels (ein Aufstieg zur Ruine ist möglich).
Schon die Römer bauten hier Trachyt für ihre Legionslager am Niederrhein ab; im
Mittelalter wurden hier Steine für den Dombau in Köln gebrochen. Die Wiederaufnahme
der Steinbrucharbeiten im frühen 19. Jh. endete mit der Unterschutzstellung des
Bergkegels. Somit gilt der Drachenfels als „erstes Naturschutzgebiet Deutschlands“. Der
Drachenfels – auf den seit 1883 eine Zahnradbahn führt – steht wie kein anderer Berg
im Siebengebirge für dessen touristische Inwertsetzung im 19. und 20. Jh. Vom
Drachenfels kann man über den Eselsweg, das Nachtigallental oder mit der
Zahnradbahn nach Königswinter zurückkehren.
Frau Dr. Veronika Selbach, Geographisches Institut Uni Köln, wird uns führen.
Die Streckenlänge beträgt ca. 8 km, kann jedoch – wenn man die Zahnradbahn nimmt –
um ca. 2 km abgekürzt werden. Vor allem der Weg von den Ofenkaulen zum
Milchhäuschen erfordert Trittsicherheit, er ist schmal und es geht z.T. recht steil bergan!
Vom Milchhäuschen verläuft der Weg eben. Festes Schuhwerk und die Mitnahme von
Wanderstöcken wird empfohlen, ebenso die Mitnahme von ausreichend Wasser –
besonders bei hohen Temperaturen.
Zum Ausklang bietet sich ein Besuch eines der zahlreichen Cafés in Königswinter an.
Corona-Hinweise: Die Teilnahme ist nur möglich nach der 2-G-Regel mit Nachweis.
Zusätzlich ist ein gültiges Ausweisdokument nötig. Bitte beachten Sie die Regeln der
aktuellen Corona-Schutzverordnung zum Zeitpunkt der Exkursion.

Gebühr:12,00 €; Tagestour. Die Exkursion ist nicht barrierefrei.

Treffpunkt
Königswinter, Bahnhof (Ankunft der DB um 10:43 Uhr)

Anfahrt
ÖPNV: Für die Teilnehmer am VRS-24 h-Ticket (Preisstufe 4): Treffpunkt 9:15
Uhr am ehemaligen Blumenladen im Hbf Köln, Abfahrt 10:03 mit RE8 Ri Koblenz
bis Königswinter Hbf an 10:43 Uhr.
PKW: Am Bahnhof in Königswinter stehen wenige Parkplätze zur Verfügung. Im
Ort sind jedoch zahlreiche Parkplätze vorhanden (kostenpflichtig).

 

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