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Mai
23
Mo
Die „Neue Seidenstraße“ – globale Visionen, lokale Kontexte @ Wöchentliche ZOOM-Sitzun- gen:
Mai 23 um 10:00 – 11:30

Chinas so genannte Belt-and-Road-Initiative (BRI) bzw. “Neue Seidenstra-
ße” hat seit ihrer Ankündigung 2013 enorme Aufmerksamkeit auf sich ge-
zogen. Als sichtbarstes Symbol von Chinas globalen Ambitionen, oder
vielleicht sogar Grundstein einer neuen sinozentrischen Weltordnung,
wurde die BRI bislang vor allem durch ein geopolitisches Prisma analy-
siert. Diese Perspektive erfasst jedoch oft nur unzureichend, wie stark die
Implementierung der BRI in einzelnen Staaten von komplexen Verhand-
lungen zwischen chinesischen und lokalen Akteuren geprägt ist, in die
auch letztere oft ihre Interessen einbringen können.
Das Seminar soll durch den Rückgriff auf aktuelle Forschungsergebnisse
und Fachliteratur einen umfassenderen Blick auf die Realität der BRI ver-
mitteln. Es erörtert einerseits chinesische Motivationen hinter der Initiative,
ihre Ursprünge als „nationale Strategie“, und welche chinesischen Akteure
mit ihrer Umsetzung betraut sind. Dieser Blickwinkel wird systematisch er-
gänzt durch Perspektiven aus einzelnen Mitgliedsstaaten, die lokale Erfol-
ge und Herausforderungen abdecken.

Das Dozent:innenhonorar dieser Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge
des fgs gefördert

Literarische Bilder unserer Zeit @ Seminarraum S 37, SSC-Gebäude,
Mai 23 um 12:00 – 13:30

Die Projektgruppe befasst sich vornehmlich mit Romanen, die in den letz-
ten Jahren veröffentlicht wurden und analysiert sie mit literaturwissen-
schaftlichen Methoden, die auch neuere Entwicklungen der wissenschaft-
lichen Forschung berücksichtigen. Hierbei wird sie von der wissenschaftli-
chen Begleitung unterstützt.
Ziel ist es, die Ergebnisse der gemeinsamen Analyse von literarischen und
theoretischen Texten im Internet, durch Vorträge und Publikationen zu ver-
öffentlichen.
Im Wintersemester hat sich die Gruppe mit dem Roman Klara und die
Sonne von Kazuo Ishiguro beschäftigt. Für das Sommersemester 2022 ist
die Arbeitsgrundlage: Christian Kracht, Eurotrash.
Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden auf der Website der Pro-
jektgruppe � www.literarischealtersbilder.uni-koeln.de veröffentlicht. Hier
gewinnen Sie einen Einblick in die bisherige Arbeit der Gruppe.
Befassen Sie sich gern mit Literatur und tauschen sich mit anderen dar-
über aus? Dann sind Sie sind bei uns richtig und herzlich willkommen. Es
erleichtert das Einsteigen, wenn sie den o. g. Roman zu Beginn der Arbeit
bereits gelesen haben.
Weitere Informationen unter Tel. (0221) 470-6831.

Anmeldung erforderlich:
Anmeldung bis 06. April 2022
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ lmiliopo@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Sind wir noch dieselben? Was Corona mit uns undder Gesellschaft macht @ Seminarraum S 58, Philo- sophikum, Universitätsstraße 41 Achtung! Kurzfristige Än- derungen möglich
Mai 23 um 14:00 – 15:30

Seit mehr als zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie unser Leben.
Viele Menschen sind gesundheitlich und ökonomisch stark betroffen. Kon-
taktbeschränkungen stellen Familien und Freundschaften auf die Probe.
Verschwörungserzählungen provozieren eine Spaltung der Gesellschaft.
Eine allgemeine Gereiztheit – Micro-Agression – führt zu unangenehmen
Begegnungen im Alltag. Gemeinsame Wertvorstellungen, politische Ori-
entierungen und kulturelle Gepflogenheiten scheinen in Frage gestellt zu
sein. Die psychischen Belastungen bringen jedoch auch gegenteilige Ef-
fekte hervor. Auf einmal sprechen bislang unbekannte Menschen freund-
lich miteinander; einige setzen sich für ein gemeinwohlorientiertes Mitein-
ander ein. Berufstätige in Bereichen der kritischen Infrastruktur wachsen
über sich selbst hinaus. Menschen verfügen also auch über die Fähigkeit,
in Krisenzeiten die notwendige innere Stärke zu entwickeln und belasten-
de Situationen zum Besseren zu wenden.
In diesem Arbeitskreis werden wir der Frage nach den psychischen Belas-
tungen der Corona-Pandemie nachgehen, und auch danach fragen, wie
emotionale Stabilität und Resilienz – so der Fachbegriff für „Widerstands-
fähigkeit“ – erlernt und zu einer „Kultur des Miteinanders“ ausgestaltet
werden können. Ausgehend von unseren Alltagsbeobachtungen werden
Einsichten und Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen
(Soziologie, Geschichte, Sozialpsychologie, Traumaforschung, Philoso-
phie, Ethik) zu Rate gezogen und bereits vorliegende empirische Studien-
ergebnisse zur Belastung durch die Corona-Pandemie diskutiert. Ein Bei-
spiel ist das CovSocProjekt, das gefördert durch die Max-Planck-Gesell-
schaft die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gefühle und das
Verhalten der Berliner Bevölkerung untersucht. Wir wollen auch mit Stu-
dierenden sprechen und ihre Sichtweise auf die Corona-Pandemie ken-
nenlernen, denn junge Menschen, die ihr Abitur bereits unter Corona-Be-
dingungen absolviert haben und in die Zukunft schauen möchten, nehmen
die psychischen Belastungen besonders aufmerksam wahr.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Das Dozent:innenhonorar dieser Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge
des fgs gefördert

AG: Die Geschichte der eigenen Vorfahren im Nationalsozialismus erforschen @ Hörsaal XIb, Hauptgebäude,
Mai 23 um 16:00 – 17:30

Arbeitsgruppe
Für diejenigen, die sich entscheiden, die Geschichte eines Familienange-
hörigen während der Zeit des Nationalsozialismus durchleuchten zu wol-
len, ist diese Arbeitsgruppe gedacht.
Wir „Alten“ sind genau die Richtigen, uns an diese Aufarbeitung zu ma-
chen, weil wir zum einen noch persönliche, emotionale Verbindungen zu
unseren Vorfahren haben, weil wir am ehesten noch familiäre Dokumente
besitzen und weil wir die im Familienkreis weitererzählten Geschichten
noch kennen. Es könnte auch sein, dass viele von uns einfach neugierig
sind und die Mauer des Schweigens nun doch noch gern überwinden wür-
den. Dazu möchte diese Arbeitsgruppe anleiten.
Hier geht es darum, zu erfahren, wie man vorgehen kann, wo man Infor-
mationen herbekommt, welche Methoden und Hilfsmittel es gibt und wie
man sie benutzt.
Voraussetzungen zur Teilnahme sind die Motivation, sich auf dieses sehr
persönliche Thema aktiv recherchierend einzulassen und die Bereitschaft,
sich über die eigenen Nachforschungen mit anderen auszutauschen. Von
großem Nutzen wäre eine gewisse Vertrautheit im Umgang mit Computer
und Internet.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte reichen Sie Ihre Anmeldung zur Arbeitsgruppe
erst nach der Auftaktveranstaltung ein
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Ringvorlesung: Menschenrechte als Alpha und Omega des Rechts? Zur Auseinandersetzung der Fachdisziplinen mit der aktuellen Rechtsprechung zu den Menschenrechten @ Hörsaal B, Hörsaalgebäude,
Mai 23 um 17:45 – 19:15

Der Menschenrechtsschutz in Europa ist zu einem essentiellen Bestand-
teil der Rechtsordnungen der europäischen Staaten geworden und zieht
sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Rechtsgebiete. In der
Ringvorlesung, in die fast alle Professorinnen und Professoren der
Rechtswissenschaftlichen Fakultät eingebunden sind, soll die Bedeutung
des europäischen Menschenrechtsschutzes aus den verschiedenen Per-
spektiven der einzelnen Fachdisziplinen nachgewiesen und gezeigt wer-
den, wie konkret Recht durch Rechtsprechung in einzelnen Fällen verän-
dert wird. Nach dem ersten Teil der Ringvorlesung im Wintersemester geht
es nun im Sommersemester weiter.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ laura.jaecke-l@uni-koeln.de

Ringvorlesung: Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume @ Zoom-Veranstaltung
Mai 23 um 18:30 – 20:00

Die Ringvorlesung „Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume“, die das
Netzwerk “Comicforschung am Rhein” im Sommersemester 2022 erst-
mals online an den Universitäten Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg/
Essen veranstaltet, hat sich das Ziel gesetzt, Diskussionen zu Inhalten
und Methoden der Forschung zur sequentiellen Kunst aufzunehmen. Die
Veranstaltung, die aus einer Reihe von Vorlesungen und Kolloquien be-
steht, richtet sich an Studierende aus den verschiedenen Philologien und
kultur- sowie medienwissenschaftlichen Disziplinen. In diesem Semester
wollen wir Räume in Comics aus unterschiedlichen fachlichen Perspekti-
ven und anhand exemplarischer Beispiele diskutieren.
Darstellende und dargestellte, wirkliche und erfundene Räume sind für
Comics in verschiedenen Weisen relevant: Bereits das einzelne Panel ver-
weist auf Räume, die Gestaltung der Seiten folgt räumlichen und architek-
tonischen Gestaltungsprinzipien, und die Handlung konstituiert sich zu ei-
nem wesentlichen Teil über die Bewegung der Figuren durch Räume, die
sinnstiftend und orientierend sind oder einen labyrinthischen Charakter
aufweisen. Zur Analyse dieser Phänomene bieten sich Theorien zu Raum-
konzeptionen und Raumkonfigurationen an, die seit dem spatial turn in
verschiedensten Disziplinen Berücksichtigung finden: Räume werden
nicht mehr als ausschließlich physisch-territoriale, sondern als relationale,
symbolisch codierte und gesellschaftlich konstruierte Konzepte aufge-
fasst. In den letzten Jahrzehnten haben sich in den Kulturwissenschaften
Konzepte wie Heterotopien (Michel Foucault), Erinnerungsorte (Pierre
Nora), Dritter Raum (Homi Bhabha) und Nicht-Orte (Marc Augé) als be-
sonders geeignete Instrumente etabliert, um die symbolische Dimension
und den Konstruktionscharakter von Räumen offenzulegen und kritisch zu
analysieren.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ comicforschung-rhein@uni-koeln.de

Mai
24
Di
Fairer Handel – Vom Baumwollanbau in Afrika bis zum Ladentisch in Deutschland @ Seminarraum S 68, Philosophikum,
Mai 24 um 10:00 – 11:30

Der Anbau von Baumwolle sowie ihre Verarbeitung und Veredlung zu Tex-
tilien führen in den Ländern des Globalen Südens zu erheblichen Belas-
tungen für Mensch und Umwelt. Durch den Fairen Handel sollen entlang
der gesamten Textillieferkette Anbau- und Produktionsbedingungen ökolo-
gisch und sozial gestaltet und Armut verringert werden.
Im letzten Semester beschäftigten wir uns mit dem Anbau von Baumwolle
in Westafrika, vor allem in Benin und Ghana, sowie der zunehmenden Be-
deutung des Nachhaltigkeitsstandards „Cotton made in Africa“ für diese
Region. Ein zentrales Ergebnis war, dass in Westafrika keine weitergehen-
de Wertschöpfung der Textilproduktion stattfindet, sondern die angebaute
Baumwolle fast ausschließlich in asiatische Länder exportiert wird.
Unsere Arbeitsgruppe zum Fairen Handel möchte nun entlang der gesam-
ten Lieferkette von Westafrika bis zum Endprodukt in Deutschland, gemäß
dem Ansatz „Follow the Thing“ und am Beispiel ausgewählter Länder, so-
zioökonomische Bedingungen, Strukturen und Akteure sowie Initiativen
zum Fairen Handel erforschen und daraus spezifischere Fragestellungen
ableiten. Dabei wird eine zentrale Rolle spielen, in welchen Ländern afri-
kanische Baumwolle weiterverarbeitet wird, unter welchen Bedingungen
dies geschieht und welche Rolle der Faire Handel dabei spielt.

Anmeldung erforderlich:
Anmeldung bis 06. April 2022
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ lmiliopo@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Ringvorlesung: Kreativität & Routine @ Hybrid-Veranstaltung: Teilnahme für Gasthörer:innen
Mai 24 um 12:00 – 13:30

Diese Ringvorlesung ist interdisziplinär ausgerichtet und setzt sich aus
verschiedenen Perspektiven mit der Wechselbeziehung von Kreativität
und Routine auseinander.
So sind die gegenläufigen Anforderungen von Kreativität und Routine z. B.
von zentraler Bedeutung für das Gelingen sprachlicher Kommunikation.
Der kreative Umgang mit sprachlichen Mitteln ermöglicht es uns, neue In-
halte und feine Nuancierungen zu kommunizieren. Gleichzeitig verhindern
geteilte sprachliche Routinen, dass wir bei jeder Interaktion neu beginnen
müssen und bilden somit die Grundlage für die Effizienz und Robustheit
menschlicher Kommunikation. Gelungene Kommunikation ist dabei auf
das ausgewogene Wechselspiel von Kreativität und Routine in jeder kom-
munikativen Äußerung angewiesen.
Auch in der Medienkulturwissenschaft ist ein solches Wechselspiel in den
letzten Jahren viel diskutiert worden. So widmet sich z. B. die Serialitäts-
forschung dem ästhetischen Zusammenspiel von Variation und Wiederho-
lung. Die mediensoziologische Debatte zum sog. Kreativitätsdispositiv be-
schreibt einerseits die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung (Beuys: „Jeder
Mensch ist ein Künstler!“) und andererseits einen gewissen gesellschaftli-
chen Zwang, stets kreativ sein zu müssen.
Vergleichbare Diskurse zum Wechselspiel von Kreativität und Routine fin-
den sich auch außerhalb der Sprachwissenschaften und der Medienkul-
turwissenschaft in zahlreichen Disziplinen. Wir werden uns in dieser Ring-
vorlesung mit verschiedenen Zugängen zu diesem Themenbereich be-
schäftigen.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldevoraussetzungen werden noch bekannt gegeben

Von der Muse geküsst: 3×4 Sitzungen zu Kunst, Musik, Literatur, Film oder Theater. @ Zoom Sitzung und Exkursion
Mai 24 um 16:00 – 17:30

Es gab nicht nur den Wallraf! Die Sammlungen der ehemaligen
Kölner Jesuiten: Das kulturelle Erbe der Stadt Köln entdecken,
erforschen und vermitteln
Zum reichen kulturellen Erbe der Stadt Köln gehören auch die bedeuten-
den Kunst-, Buch- und Instrumentensammlungen der ehemaligen Kölner
Jesuiten, die sich nach wie vor im Besitz des im Jahr 1800 gegründeten
Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds befinden. Diese Sammlungen ka-
men vorrangig in Unterricht und Studium zum Einsatz und haben nach der
Auflösung des Ordens im Jahre 1773 und vor allem in der Zeit der franzö-
sischen Herrschaft vielfache Zerstreuungen und Verluste erlitten: Nur ein
Teil der ursprünglichen Sammlungen ist in Köln verblieben, wertvolle Bü-
cher und Stiche wurden in den 1790er Jahren nach Paris verbracht, wo sie
noch heute in der Bibliothèque de France und im Louvre liegen.
Am Beispiel unserer aktuellen Forschungen zum Erbe der ehemaligen
Kölner Jesuiten werfen wir einen Blick hinter die Kulissen: Wie können die-
se Sammlungen erforscht werden? Und wie können die Ergebnisse unse-
rer Forschungen über die Fachcommunity hinaus an ein größeres, ge-
schichts- und kulturinteressiertes Publikum vermittelt werden? In diesem
Kontext möchten wir zeigen, wie verschiedene Kölner Institutionen (Wis-
senschaft, bewahrende Institutionen und der Museumsdienst der Stadt
Köln) in unterschiedlichen Projektkontexten zu den Jesuitensammlungen
kooperieren.

Sitzung 1 (ZOOM-Veranstaltung):
Aktuelle Forschungen zu den Sammlungen der ehemaligen Kölner
Jesuiten
Der Vortrag gibt einen Überblick über die jesuitischen Sammlungen in Köln
und zeigt, wie reich und vielfältig dieses kulturelle Erbe einst war und heu-
te immer noch ist. Anhand ausgewählter Objekte aus Kölner Museen und
Kulturinstitutionen wird die Geschichte dieser Sammlungen beleuchtet
und deren Bedeutung für die Forschung reflektiert. Ein Schwerpunkt liegt
auf dem Physikalischen Kabinett.

Sitzung 2 (Exkursion):
Die Rekonstruktion der Kölner Jesuitenbibliothek. Erforschung,
Erschließung, Präsentation
Über 200 Jahre war in Köln das bedeutendste Jesuitenkolleg des Reiches
beheimatet und es verfügte über eine stattliche Bibliothek, die ab 1794 auf
großes Interesse bei den französischen Besatzern stieß. In der USB Köln
gehen wir der spannenden Frage nach, was von der Jesuitenbibliothek
noch vorhanden ist und was uns die Bücher über die Vorbesitzer und ihre
Schüler verraten.

Sitzung 3 (Exkursion):
Vom Charme strukturierter Information. Wissenschaftliche Doku-
mentation der jesuitischen Sammlungen in der RBA-Bilddatenbank
Kulturelles Erbe Köln
Das Rheinische Bildarchiv hat einerseits Fotografien von Objekten der
Sammlung erstellt und erschlossen und andererseits anhand einer Aus-
wahl von Leitobjekten eine eigene strukturierte Verschlagwortung (The-
saurus) erarbeitet. Diese erlaubt eine vereinfachte semantische Suche
und ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Öffnung einer wissenschaftli-
chen Datenbank für breitere Nutzergruppen und zum besseren Verständ-
nis des kulturellen Erbes.

Sitzung 4 (ZOOM-Veranstaltung):
Kulturelles Erbe vermitteln: Wie kann der Wissenstransfer aus der
Forschung in eine breitere Öffentlichkeit gelingen?
Die Forderung nach mehr oder besserer Wissenschaftskommunikation ist
in den letzten beiden Jahren deutlich lauter geworden: Doch wie wird man
dem gerecht? Im Rahmen des Workshops soll am Beispiel der Erfor-
schung des kulturellen Erbes um 1800 gezeigt werden, wie
Wissenschaftskommunikation am Kölner Lehrstuhl verstanden und insbe-
sondere in digitale Formale umgesetzt wird. Im Anschluss werden die An-
gebote gemeinsam reflektiert und diskutiert.

Es sind zwei ZOOM-Veranstaltungen und zwei Exkursionen für diese Veranstaltung
eingeplant
Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an
Die Zugangsdaten zu der Veranstaltung erhalten Sie vor der 1. Sitzung per E-Mail
Teilnehmer:innenbegrenzung: 50

Ringvorlesung: Wie viel Wahrheit vertragen wir? @ Zoom-Veranstaltung
Mai 24 um 17:45 – 19:15

Was ist Wahrheit? Diese Frage ist eine philosophische Grundfrage – eine
Frage nach Existenz und Sein. Jede Behauptung, jedes Wort sogar das
Bestreiten von Wahrheit, setzen, wenn sie wahr sein sollen, die Wahrheit
voraus. Konstruktivist:innen behaupten, dass es „die Wahrheit“ nicht gibt,
wohl aber Konstruktionen von Realität, die bestimmte Menschen in einem
bestimmten sozialen und kulturellen Kontext erzeugen.
Die klassischen akademischen Disziplinen – Philosophie, Religions-,
Rechtswissenschaften – kreisen stetig um den Begriff der Wahrheit und
die Regeln sowie die Möglichkeiten der Wahrheitsfindung. Wie schafft
Wissenschaft aus Wahrheit Wissen oder aus Wissen Wahrheit? Wie wird
Wahrheit durch wissenschaftliches Wirken generiert und wo stößt diese
auf Grenzen? Zwar gibt es nicht unbedingt die eine Wahrheit, aber wir
brauchen sie.
Wir suchen zumindest nach dem Begriff „wahr“ als ein soziales Regulativ.
Aber wo kann die Wahrheit gefunden werden? Wer zieht eine komfortable
Lüge einer harten Wahrheit vor? Wie werden Lügen zu alternativen Fak-
ten, Fake News, Halbwahrheiten und bizarren Verschwörungen? Können
Kriterien oder Methoden der Wahrheitsfindung helfen, die Realität nicht
aus den Augen zu verlieren?
Wir laden Sie dazu ein, die Wahrheiten in unserer Zeit mit Expert:innen
aus Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur in interdisziplinären Vorträgen
zu betrachten und kritisch zu hinterfragen. Studierende aller Fakultäten
sowie interessierte Gäste sind herzlich willkommen!

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ ringvorlesung-professionalcenter@uni-koeln.de