“Mein 68. Ein verspäteter Brief an meinen Vater”

When:
12. November 2018 @ 18:00
2018-11-12T18:00:00+01:00
2018-11-12T18:15:00+01:00
Where:
Hörsaal A2, Hörsaalgebäude
Albertus-Magnus-Platz
50931 Köln
Germany

Kooperationsveranstaltung des Vereins zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums (fgs) und des Historischens Instituts – Neuere Geschichte



Vortrag: “Mein 68. Ein verspäteter Brief an meinem Vater” — Über die Revolte 1967/68 und ein Film des Autors für den WDR von 1988
Referent: Hannes Heer


Das Jahr 2018 erinnert an Ereignisse, die in der Nachkriegsgeschichte der BRD eine besondere Bedeutung erlangt haben. Gegen dieses Sich-nicht-erinnern-wollen der beiden Generationen, die Hitlers Machtübernahme und die folgenden Verbrechen mit ermöglicht hatten, protestierte die 68er Generation in einer Art und Weise, die Geschichte geschrieben hat. Wie sehen die Zeitzeugen dieses Doppeljahr 1967/68 im Abstand von 50 Jahren? Und warum geht dieser Aufstand, der heute kaum denkbar oder möglich wäre, trotzdem auch die nachfolgenden Generationen (die Weltkriegsenkel- und Weltkriegsurenkelkinder) etwas an? Über diese Fragen will der Referent und Filmemacher mit alten und jungen Studierenden der Universität Köln diskutieren. Hannes Heer ist bekannt geworden als Kurator der Wehrmachtsausstellung, die um die Jahrtausendwende in 34 deutschen Städten gezeigt wurde und über die er am Vortag, am 11.November 2018, um 11.00 Uhr im Forum der Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum am Neu- markt (Cäcilienstraße 29-33, 50676 Köln) sprechen wird. Neben dem Ausstellungskatalog „Ver- nichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944“ haben seine Veröffentlichungen „Hitler war`s“ und „Vom Verschwinden der Täter“ hohe Auflagen erzielt. Im Jahr 1997 wurde er mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet.