Vortrag: Erinnerungskulturen in Deutschland und Europa

When:
14. January 2019 @ 18:00
2019-01-14T18:00:00+01:00
2019-01-14T18:15:00+01:00
Where:
Hörsaal A1, Hörsaalgebäude
Albertus-Magnus-Platz
50931 Köln
Germany

Kooperationsveranstaltung des Vereins zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums (fgs) und des Historischens Instituts – Neuere Geschichte



Referentin: Aleida Assmann (Konstanz)
Erinnerungskulturen weisen unterschiedliche Entwicklungen und oft auch „weiße Flecken“ auf, immer abhängig von den Interessengruppen, Machtverhältnissen und politischen Orientierungen. Offizielles, öffentliches und privates Erinnern geht in Deutschland oft auseinander und es meldet sich auch manches Unbehagen, wie die jüngsten Störgeräusche seitens der AfD zeigen. Es soll gefragt werden, welche trennende und welche verbindende Wirkung aus der Erinnerung an Gewaltereignisse des 20. Jahrhunderts für Europa hervorgehen kann.
Im Juni 2018 wurde bekannt gegeben, dass Aleida Assmann zusammen mit ihrem Ehemann Jan Assmann den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels im Oktober 2018 für die Verdienste ihrer Arbeiten zur Erinnerungskultur und gegen Geschichtsvergessenheit erhalten. Die Ehrung ist auch mitbegründet durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen, von denen hier nur einige we- nige genannt werden können: Jan Assmann: Das kulturelle Gedächtnis (München 2013); Aleida Assmann: Der lange Schatten der Vergangenheit (München 2006); Aleida Assmann: Formen des Vergessens (Göttingen 2016); Aleida Assmann und Jan Assmann: Wem gehört die Geschichte? Über Erinnern und Vergessen. 2 CDs (Berlin 2011).