Mai
23
Mo
Die „Neue Seidenstraße“ – globale Visionen, lokale Kontexte @ Wöchentliche ZOOM-Sitzun- gen:
Mai 23 um 10:00 – 11:30

Chinas so genannte Belt-and-Road-Initiative (BRI) bzw. “Neue Seidenstra-
ße” hat seit ihrer Ankündigung 2013 enorme Aufmerksamkeit auf sich ge-
zogen. Als sichtbarstes Symbol von Chinas globalen Ambitionen, oder
vielleicht sogar Grundstein einer neuen sinozentrischen Weltordnung,
wurde die BRI bislang vor allem durch ein geopolitisches Prisma analy-
siert. Diese Perspektive erfasst jedoch oft nur unzureichend, wie stark die
Implementierung der BRI in einzelnen Staaten von komplexen Verhand-
lungen zwischen chinesischen und lokalen Akteuren geprägt ist, in die
auch letztere oft ihre Interessen einbringen können.
Das Seminar soll durch den Rückgriff auf aktuelle Forschungsergebnisse
und Fachliteratur einen umfassenderen Blick auf die Realität der BRI ver-
mitteln. Es erörtert einerseits chinesische Motivationen hinter der Initiative,
ihre Ursprünge als „nationale Strategie“, und welche chinesischen Akteure
mit ihrer Umsetzung betraut sind. Dieser Blickwinkel wird systematisch er-
gänzt durch Perspektiven aus einzelnen Mitgliedsstaaten, die lokale Erfol-
ge und Herausforderungen abdecken.

Das Dozent:innenhonorar dieser Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge
des fgs gefördert

Literarische Bilder unserer Zeit @ Seminarraum S 37, SSC-Gebäude,
Mai 23 um 12:00 – 13:30

Die Projektgruppe befasst sich vornehmlich mit Romanen, die in den letz-
ten Jahren veröffentlicht wurden und analysiert sie mit literaturwissen-
schaftlichen Methoden, die auch neuere Entwicklungen der wissenschaft-
lichen Forschung berücksichtigen. Hierbei wird sie von der wissenschaftli-
chen Begleitung unterstützt.
Ziel ist es, die Ergebnisse der gemeinsamen Analyse von literarischen und
theoretischen Texten im Internet, durch Vorträge und Publikationen zu ver-
öffentlichen.
Im Wintersemester hat sich die Gruppe mit dem Roman Klara und die
Sonne von Kazuo Ishiguro beschäftigt. Für das Sommersemester 2022 ist
die Arbeitsgrundlage: Christian Kracht, Eurotrash.
Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden auf der Website der Pro-
jektgruppe � www.literarischealtersbilder.uni-koeln.de veröffentlicht. Hier
gewinnen Sie einen Einblick in die bisherige Arbeit der Gruppe.
Befassen Sie sich gern mit Literatur und tauschen sich mit anderen dar-
über aus? Dann sind Sie sind bei uns richtig und herzlich willkommen. Es
erleichtert das Einsteigen, wenn sie den o. g. Roman zu Beginn der Arbeit
bereits gelesen haben.
Weitere Informationen unter Tel. (0221) 470-6831.

Anmeldung erforderlich:
Anmeldung bis 06. April 2022
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ lmiliopo@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Sind wir noch dieselben? Was Corona mit uns undder Gesellschaft macht @ Seminarraum S 58, Philo- sophikum, Universitätsstraße 41 Achtung! Kurzfristige Än- derungen möglich
Mai 23 um 14:00 – 15:30

Seit mehr als zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie unser Leben.
Viele Menschen sind gesundheitlich und ökonomisch stark betroffen. Kon-
taktbeschränkungen stellen Familien und Freundschaften auf die Probe.
Verschwörungserzählungen provozieren eine Spaltung der Gesellschaft.
Eine allgemeine Gereiztheit – Micro-Agression – führt zu unangenehmen
Begegnungen im Alltag. Gemeinsame Wertvorstellungen, politische Ori-
entierungen und kulturelle Gepflogenheiten scheinen in Frage gestellt zu
sein. Die psychischen Belastungen bringen jedoch auch gegenteilige Ef-
fekte hervor. Auf einmal sprechen bislang unbekannte Menschen freund-
lich miteinander; einige setzen sich für ein gemeinwohlorientiertes Mitein-
ander ein. Berufstätige in Bereichen der kritischen Infrastruktur wachsen
über sich selbst hinaus. Menschen verfügen also auch über die Fähigkeit,
in Krisenzeiten die notwendige innere Stärke zu entwickeln und belasten-
de Situationen zum Besseren zu wenden.
In diesem Arbeitskreis werden wir der Frage nach den psychischen Belas-
tungen der Corona-Pandemie nachgehen, und auch danach fragen, wie
emotionale Stabilität und Resilienz – so der Fachbegriff für „Widerstands-
fähigkeit“ – erlernt und zu einer „Kultur des Miteinanders“ ausgestaltet
werden können. Ausgehend von unseren Alltagsbeobachtungen werden
Einsichten und Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen
(Soziologie, Geschichte, Sozialpsychologie, Traumaforschung, Philoso-
phie, Ethik) zu Rate gezogen und bereits vorliegende empirische Studien-
ergebnisse zur Belastung durch die Corona-Pandemie diskutiert. Ein Bei-
spiel ist das CovSocProjekt, das gefördert durch die Max-Planck-Gesell-
schaft die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gefühle und das
Verhalten der Berliner Bevölkerung untersucht. Wir wollen auch mit Stu-
dierenden sprechen und ihre Sichtweise auf die Corona-Pandemie ken-
nenlernen, denn junge Menschen, die ihr Abitur bereits unter Corona-Be-
dingungen absolviert haben und in die Zukunft schauen möchten, nehmen
die psychischen Belastungen besonders aufmerksam wahr.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Das Dozent:innenhonorar dieser Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge
des fgs gefördert

AG: Die Geschichte der eigenen Vorfahren im Nationalsozialismus erforschen @ Hörsaal XIb, Hauptgebäude,
Mai 23 um 16:00 – 17:30

Arbeitsgruppe
Für diejenigen, die sich entscheiden, die Geschichte eines Familienange-
hörigen während der Zeit des Nationalsozialismus durchleuchten zu wol-
len, ist diese Arbeitsgruppe gedacht.
Wir „Alten“ sind genau die Richtigen, uns an diese Aufarbeitung zu ma-
chen, weil wir zum einen noch persönliche, emotionale Verbindungen zu
unseren Vorfahren haben, weil wir am ehesten noch familiäre Dokumente
besitzen und weil wir die im Familienkreis weitererzählten Geschichten
noch kennen. Es könnte auch sein, dass viele von uns einfach neugierig
sind und die Mauer des Schweigens nun doch noch gern überwinden wür-
den. Dazu möchte diese Arbeitsgruppe anleiten.
Hier geht es darum, zu erfahren, wie man vorgehen kann, wo man Infor-
mationen herbekommt, welche Methoden und Hilfsmittel es gibt und wie
man sie benutzt.
Voraussetzungen zur Teilnahme sind die Motivation, sich auf dieses sehr
persönliche Thema aktiv recherchierend einzulassen und die Bereitschaft,
sich über die eigenen Nachforschungen mit anderen auszutauschen. Von
großem Nutzen wäre eine gewisse Vertrautheit im Umgang mit Computer
und Internet.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte reichen Sie Ihre Anmeldung zur Arbeitsgruppe
erst nach der Auftaktveranstaltung ein
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Ringvorlesung: Menschenrechte als Alpha und Omega des Rechts? Zur Auseinandersetzung der Fachdisziplinen mit der aktuellen Rechtsprechung zu den Menschenrechten @ Hörsaal B, Hörsaalgebäude,
Mai 23 um 17:45 – 19:15

Der Menschenrechtsschutz in Europa ist zu einem essentiellen Bestand-
teil der Rechtsordnungen der europäischen Staaten geworden und zieht
sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Rechtsgebiete. In der
Ringvorlesung, in die fast alle Professorinnen und Professoren der
Rechtswissenschaftlichen Fakultät eingebunden sind, soll die Bedeutung
des europäischen Menschenrechtsschutzes aus den verschiedenen Per-
spektiven der einzelnen Fachdisziplinen nachgewiesen und gezeigt wer-
den, wie konkret Recht durch Rechtsprechung in einzelnen Fällen verän-
dert wird. Nach dem ersten Teil der Ringvorlesung im Wintersemester geht
es nun im Sommersemester weiter.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ laura.jaecke-l@uni-koeln.de

Ringvorlesung: Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume @ Zoom-Veranstaltung
Mai 23 um 18:30 – 20:00

Die Ringvorlesung „Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume“, die das
Netzwerk “Comicforschung am Rhein” im Sommersemester 2022 erst-
mals online an den Universitäten Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg/
Essen veranstaltet, hat sich das Ziel gesetzt, Diskussionen zu Inhalten
und Methoden der Forschung zur sequentiellen Kunst aufzunehmen. Die
Veranstaltung, die aus einer Reihe von Vorlesungen und Kolloquien be-
steht, richtet sich an Studierende aus den verschiedenen Philologien und
kultur- sowie medienwissenschaftlichen Disziplinen. In diesem Semester
wollen wir Räume in Comics aus unterschiedlichen fachlichen Perspekti-
ven und anhand exemplarischer Beispiele diskutieren.
Darstellende und dargestellte, wirkliche und erfundene Räume sind für
Comics in verschiedenen Weisen relevant: Bereits das einzelne Panel ver-
weist auf Räume, die Gestaltung der Seiten folgt räumlichen und architek-
tonischen Gestaltungsprinzipien, und die Handlung konstituiert sich zu ei-
nem wesentlichen Teil über die Bewegung der Figuren durch Räume, die
sinnstiftend und orientierend sind oder einen labyrinthischen Charakter
aufweisen. Zur Analyse dieser Phänomene bieten sich Theorien zu Raum-
konzeptionen und Raumkonfigurationen an, die seit dem spatial turn in
verschiedensten Disziplinen Berücksichtigung finden: Räume werden
nicht mehr als ausschließlich physisch-territoriale, sondern als relationale,
symbolisch codierte und gesellschaftlich konstruierte Konzepte aufge-
fasst. In den letzten Jahrzehnten haben sich in den Kulturwissenschaften
Konzepte wie Heterotopien (Michel Foucault), Erinnerungsorte (Pierre
Nora), Dritter Raum (Homi Bhabha) und Nicht-Orte (Marc Augé) als be-
sonders geeignete Instrumente etabliert, um die symbolische Dimension
und den Konstruktionscharakter von Räumen offenzulegen und kritisch zu
analysieren.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ comicforschung-rhein@uni-koeln.de

Mai
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Fairer Handel – Vom Baumwollanbau in Afrika bis zum Ladentisch in Deutschland @ Seminarraum S 68, Philosophikum,
Mai 24 um 10:00 – 11:30

Der Anbau von Baumwolle sowie ihre Verarbeitung und Veredlung zu Tex-
tilien führen in den Ländern des Globalen Südens zu erheblichen Belas-
tungen für Mensch und Umwelt. Durch den Fairen Handel sollen entlang
der gesamten Textillieferkette Anbau- und Produktionsbedingungen ökolo-
gisch und sozial gestaltet und Armut verringert werden.
Im letzten Semester beschäftigten wir uns mit dem Anbau von Baumwolle
in Westafrika, vor allem in Benin und Ghana, sowie der zunehmenden Be-
deutung des Nachhaltigkeitsstandards „Cotton made in Africa“ für diese
Region. Ein zentrales Ergebnis war, dass in Westafrika keine weitergehen-
de Wertschöpfung der Textilproduktion stattfindet, sondern die angebaute
Baumwolle fast ausschließlich in asiatische Länder exportiert wird.
Unsere Arbeitsgruppe zum Fairen Handel möchte nun entlang der gesam-
ten Lieferkette von Westafrika bis zum Endprodukt in Deutschland, gemäß
dem Ansatz „Follow the Thing“ und am Beispiel ausgewählter Länder, so-
zioökonomische Bedingungen, Strukturen und Akteure sowie Initiativen
zum Fairen Handel erforschen und daraus spezifischere Fragestellungen
ableiten. Dabei wird eine zentrale Rolle spielen, in welchen Ländern afri-
kanische Baumwolle weiterverarbeitet wird, unter welchen Bedingungen
dies geschieht und welche Rolle der Faire Handel dabei spielt.

Anmeldung erforderlich:
Anmeldung bis 06. April 2022
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ lmiliopo@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Ringvorlesung: Kreativität & Routine @ Hybrid-Veranstaltung: Teilnahme für Gasthörer:innen
Mai 24 um 12:00 – 13:30

Diese Ringvorlesung ist interdisziplinär ausgerichtet und setzt sich aus
verschiedenen Perspektiven mit der Wechselbeziehung von Kreativität
und Routine auseinander.
So sind die gegenläufigen Anforderungen von Kreativität und Routine z. B.
von zentraler Bedeutung für das Gelingen sprachlicher Kommunikation.
Der kreative Umgang mit sprachlichen Mitteln ermöglicht es uns, neue In-
halte und feine Nuancierungen zu kommunizieren. Gleichzeitig verhindern
geteilte sprachliche Routinen, dass wir bei jeder Interaktion neu beginnen
müssen und bilden somit die Grundlage für die Effizienz und Robustheit
menschlicher Kommunikation. Gelungene Kommunikation ist dabei auf
das ausgewogene Wechselspiel von Kreativität und Routine in jeder kom-
munikativen Äußerung angewiesen.
Auch in der Medienkulturwissenschaft ist ein solches Wechselspiel in den
letzten Jahren viel diskutiert worden. So widmet sich z. B. die Serialitäts-
forschung dem ästhetischen Zusammenspiel von Variation und Wiederho-
lung. Die mediensoziologische Debatte zum sog. Kreativitätsdispositiv be-
schreibt einerseits die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung (Beuys: „Jeder
Mensch ist ein Künstler!“) und andererseits einen gewissen gesellschaftli-
chen Zwang, stets kreativ sein zu müssen.
Vergleichbare Diskurse zum Wechselspiel von Kreativität und Routine fin-
den sich auch außerhalb der Sprachwissenschaften und der Medienkul-
turwissenschaft in zahlreichen Disziplinen. Wir werden uns in dieser Ring-
vorlesung mit verschiedenen Zugängen zu diesem Themenbereich be-
schäftigen.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldevoraussetzungen werden noch bekannt gegeben

Von der Muse geküsst: 3×4 Sitzungen zu Kunst, Musik, Literatur, Film oder Theater. @ Zoom Sitzung und Exkursion
Mai 24 um 16:00 – 17:30

Es gab nicht nur den Wallraf! Die Sammlungen der ehemaligen
Kölner Jesuiten: Das kulturelle Erbe der Stadt Köln entdecken,
erforschen und vermitteln
Zum reichen kulturellen Erbe der Stadt Köln gehören auch die bedeuten-
den Kunst-, Buch- und Instrumentensammlungen der ehemaligen Kölner
Jesuiten, die sich nach wie vor im Besitz des im Jahr 1800 gegründeten
Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds befinden. Diese Sammlungen ka-
men vorrangig in Unterricht und Studium zum Einsatz und haben nach der
Auflösung des Ordens im Jahre 1773 und vor allem in der Zeit der franzö-
sischen Herrschaft vielfache Zerstreuungen und Verluste erlitten: Nur ein
Teil der ursprünglichen Sammlungen ist in Köln verblieben, wertvolle Bü-
cher und Stiche wurden in den 1790er Jahren nach Paris verbracht, wo sie
noch heute in der Bibliothèque de France und im Louvre liegen.
Am Beispiel unserer aktuellen Forschungen zum Erbe der ehemaligen
Kölner Jesuiten werfen wir einen Blick hinter die Kulissen: Wie können die-
se Sammlungen erforscht werden? Und wie können die Ergebnisse unse-
rer Forschungen über die Fachcommunity hinaus an ein größeres, ge-
schichts- und kulturinteressiertes Publikum vermittelt werden? In diesem
Kontext möchten wir zeigen, wie verschiedene Kölner Institutionen (Wis-
senschaft, bewahrende Institutionen und der Museumsdienst der Stadt
Köln) in unterschiedlichen Projektkontexten zu den Jesuitensammlungen
kooperieren.

Sitzung 1 (ZOOM-Veranstaltung):
Aktuelle Forschungen zu den Sammlungen der ehemaligen Kölner
Jesuiten
Der Vortrag gibt einen Überblick über die jesuitischen Sammlungen in Köln
und zeigt, wie reich und vielfältig dieses kulturelle Erbe einst war und heu-
te immer noch ist. Anhand ausgewählter Objekte aus Kölner Museen und
Kulturinstitutionen wird die Geschichte dieser Sammlungen beleuchtet
und deren Bedeutung für die Forschung reflektiert. Ein Schwerpunkt liegt
auf dem Physikalischen Kabinett.

Sitzung 2 (Exkursion):
Die Rekonstruktion der Kölner Jesuitenbibliothek. Erforschung,
Erschließung, Präsentation
Über 200 Jahre war in Köln das bedeutendste Jesuitenkolleg des Reiches
beheimatet und es verfügte über eine stattliche Bibliothek, die ab 1794 auf
großes Interesse bei den französischen Besatzern stieß. In der USB Köln
gehen wir der spannenden Frage nach, was von der Jesuitenbibliothek
noch vorhanden ist und was uns die Bücher über die Vorbesitzer und ihre
Schüler verraten.

Sitzung 3 (Exkursion):
Vom Charme strukturierter Information. Wissenschaftliche Doku-
mentation der jesuitischen Sammlungen in der RBA-Bilddatenbank
Kulturelles Erbe Köln
Das Rheinische Bildarchiv hat einerseits Fotografien von Objekten der
Sammlung erstellt und erschlossen und andererseits anhand einer Aus-
wahl von Leitobjekten eine eigene strukturierte Verschlagwortung (The-
saurus) erarbeitet. Diese erlaubt eine vereinfachte semantische Suche
und ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Öffnung einer wissenschaftli-
chen Datenbank für breitere Nutzergruppen und zum besseren Verständ-
nis des kulturellen Erbes.

Sitzung 4 (ZOOM-Veranstaltung):
Kulturelles Erbe vermitteln: Wie kann der Wissenstransfer aus der
Forschung in eine breitere Öffentlichkeit gelingen?
Die Forderung nach mehr oder besserer Wissenschaftskommunikation ist
in den letzten beiden Jahren deutlich lauter geworden: Doch wie wird man
dem gerecht? Im Rahmen des Workshops soll am Beispiel der Erfor-
schung des kulturellen Erbes um 1800 gezeigt werden, wie
Wissenschaftskommunikation am Kölner Lehrstuhl verstanden und insbe-
sondere in digitale Formale umgesetzt wird. Im Anschluss werden die An-
gebote gemeinsam reflektiert und diskutiert.

Es sind zwei ZOOM-Veranstaltungen und zwei Exkursionen für diese Veranstaltung
eingeplant
Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an
Die Zugangsdaten zu der Veranstaltung erhalten Sie vor der 1. Sitzung per E-Mail
Teilnehmer:innenbegrenzung: 50

Ringvorlesung: Wie viel Wahrheit vertragen wir? @ Zoom-Veranstaltung
Mai 24 um 17:45 – 19:15

Was ist Wahrheit? Diese Frage ist eine philosophische Grundfrage – eine
Frage nach Existenz und Sein. Jede Behauptung, jedes Wort sogar das
Bestreiten von Wahrheit, setzen, wenn sie wahr sein sollen, die Wahrheit
voraus. Konstruktivist:innen behaupten, dass es „die Wahrheit“ nicht gibt,
wohl aber Konstruktionen von Realität, die bestimmte Menschen in einem
bestimmten sozialen und kulturellen Kontext erzeugen.
Die klassischen akademischen Disziplinen – Philosophie, Religions-,
Rechtswissenschaften – kreisen stetig um den Begriff der Wahrheit und
die Regeln sowie die Möglichkeiten der Wahrheitsfindung. Wie schafft
Wissenschaft aus Wahrheit Wissen oder aus Wissen Wahrheit? Wie wird
Wahrheit durch wissenschaftliches Wirken generiert und wo stößt diese
auf Grenzen? Zwar gibt es nicht unbedingt die eine Wahrheit, aber wir
brauchen sie.
Wir suchen zumindest nach dem Begriff „wahr“ als ein soziales Regulativ.
Aber wo kann die Wahrheit gefunden werden? Wer zieht eine komfortable
Lüge einer harten Wahrheit vor? Wie werden Lügen zu alternativen Fak-
ten, Fake News, Halbwahrheiten und bizarren Verschwörungen? Können
Kriterien oder Methoden der Wahrheitsfindung helfen, die Realität nicht
aus den Augen zu verlieren?
Wir laden Sie dazu ein, die Wahrheiten in unserer Zeit mit Expert:innen
aus Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur in interdisziplinären Vorträgen
zu betrachten und kritisch zu hinterfragen. Studierende aller Fakultäten
sowie interessierte Gäste sind herzlich willkommen!

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ ringvorlesung-professionalcenter@uni-koeln.de

Mai
25
Mi
Faszination Kino Analyse ausgewählter Spielfilme @ Seminarraum S 68, Philosophikum,
Mai 25 um 10:00 – 11:30

Die Projektgruppe beschäftigt sich vornehmlich mit Filmen, die vor nicht
allzu langer Zeit herausgekommen sind. Sie werden mit filmwissenschaft-
lichen Methoden analysiert und die von Mitgliedern dazu geschriebenen
Texte auf der Wiki-Seite � https://wiki.uni-koeln.de/!analyse-aktueller-
spielfilme veröffentlicht.
Die Gruppe wählt bestimmte Aspekte oder Themen des Films aus und ver-
sucht, bereits erfolgte Bearbeitungen einzelner anspruchsvoller Filme und
andere mögliche Betrachtungsweisen mit einzubeziehen. Dies können z.
B. Vergleiche mit der Literatur sei, zumal bei Literaturverfilmungen; auch
Betrachtungen mehrerer Filme eines Regisseurs oder einer Regisseurin
könnten als Thema eine Rolle spielen.
Nachdem sich die Gruppe im WS 2021/22 mit dem Film Lucky von John
Carroll Lynch beschäftigt hat, stehen für das SS 2022 folgende Filme zur
Auswahl an:
•••Martin Eden von Pietro Marcello
Fabian oder der Gang vor die Hunde von Dominik Graf
Der Masseur von Malgorzata Szumowska, Michal Englert
Interessentinnen und Interessenten sind herzlich eingeladen und werden
gebeten, die Filme schon vor Beginn des Semesters anzuschauen, damit
in der ersten Sitzung des neuen Semesters einer der Filme als Arbeits-
grundlage ausgewählt werden kann.
Grundlagen unserer gemeinsamen Arbeit sind folgende Fachbücher:
Benjamin Beil u. a.: Studienhandbuch Filmanalyse. Ästhetik und Drama-
turgie des Spielfilms, 2. Aufl., Paderborn 2016
Werner Faulstich: Grundkurs Filmanalyse, 3. Aufl., Stuttgart 2013
Knut Hickethier: Film – und Fernsehanalyse, 5. Aufl., Stuttgart 2012
Helmut Korte: Einführung in die systematische Filmanalyse, 4. Aufl., Berlin
2010

Anmeldung erforderlich:
Anmeldung bis 06. April 2022
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ lmiliopo@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Die Sokratische Methode @ Seminarraum B I, Universi- täts- und Stadtbibliothek, Universitätsstraße 33 Achtung! Kurzfristige Än- derungen möglich
Mai 25 um 12:00 – 13:30

Die sogenannte „sokratische Methode“ besteht in der Durchführung eines
Dialogs zwischen Lehrenden und Lernenden, in welchem durch ständiges
Nachfragen der Lehrenden zugrundeliegende Überzeugungen in den Ler-
nenden explizit gemacht und tiefgreifend erforscht werden sollen. Dabei
wurde und wird die Methode nicht nur dazu eingesetzt, um Ansichten und
Meinungen der Lernenden zu beschreiben, sondern auch um sie zu prä-
gen. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die theoretischen Grundla-
gen dieser Methode erarbeitet, bekannte Anwendungsfälle analysiert und
im Anschluss daran ihr Einsatz in der Praxis erprobt. Dabei werden einzel-
ne Kernthemen der verschiedenen philosophischen Disziplinen herausge-
griffen und in ihrem systematischen und historischen Zusammenhang un-
tersucht und diskutiert.
Literaturempfehlung: Heckmann, Gustav (2018): Das sokratische Ge-
spräch, Berlin: LIT.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Das Dozent:innenhonorar dieser Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge
des fgs gefördert

AG: Köln Im Blick – Die Sicht auf die Stadt. Das Köln-Bild in den zurückliegenden 800 Jahren @ Seminarraum S 37, SSC-Gebäude,
Mai 25 um 14:00 – 15:30

Wir wollen einzelne Texte und exemplarische Bilder über Köln aus ver-
schiedenen Epochen lesen, betrachten, analysieren und einordnen. Im
Vordergrund soll stehen, wie der/die Autor:in die Stadt gesehen hat, was
dies über das Köln der jeweiligen Zeit aussagt und wie dies in den histori-
schen und aktuellen Kontext einzuordnen ist.
Die Auswahl der Texte bzw. Bilder wird einen Zeitraum vom Hochmittelal-
ter bis in die Gegenwart umfassen. Dabei kann nur punktuell die jeweilige
Situation und Zeit erfasst werden. Es soll aber ein möglichst breites Spek-
trum in einem Semester abgebildet werden. Die Texte können unter-
schiedlicher Art und Qualität sein, sie sollten aus unterschiedlicher Per-
spektive die Stadt beschreiben, d. h. von Fremden und Kölner:innen
selbst. Längere Texte werden nicht ausgeschlossen, sie sollten dann aber
in Ausschnitten vorgestellt werden. Eigene Vorschläge zu Themen sind
möglich.
Bei Redaktionsschluss lag noch keine abschließende Liste der Themen
und Materialien vor. Sie kann auf Wunsch beim Leiter der AG angefordert
werden: ✉ whuesch@smail.uni-koeln.de
In dem u. a. Video wird die Arbeitsweise in der AG näher vorgestellt. Es ist
unter folgendem Link herunterzuladen:
� https://uni-koeln.sciebo.de/s/Qjh0tmqkwalZFLE
Geplant sind eine bis zwei Exkursionen.
Ziel der AG soll sein, gemeinsam ein Stadtpanorama zu erstellen, das
zahlreiche Jahrhunderte umfasst und das dazu beiträgt, Kölner Identität in
ihrem Wandel und in ihrer Kontinuität zu begreifen.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

KölnErforschen: Stadtentwicklung – Stadtgestaltung – Stadtvisionen @ Seminarraum S 37, SSC-Gebäude,
Mai 25 um 16:00 – 17:30

Einführung: Die Projektgruppe „KölnErforschen“ wurde nach langer pan-
demiebedingter Auszeit im vergangenen Semester wieder aus der Taufe
gehoben. Als Oberthema des Projektes hat sich im Rahmen einer ersten
Findungsphase unter den neuen Interessent:innen das Thema „Kölner Zu-
kunftsentwürfe in Geschichte und Gegenwart“ herausgeschält. Der Begriff
„Zukunftsentwürfe“ ist begriffslogisch eher in der Zeitgeschichte (nach
1945) und Neuesten Geschichte (nach 1789) angesiedelt. Dies wird in der
nun geplanten Pilotveranstaltung aufgegriffen und unter dem Begriff
„Stadtvisionen“ vertieft. Zudem wird das Themenfeld inhaltlich, zeitlich und
regional stark erweitert, um weitere wissenschaftlich fruchtbare Anknüp-
fungspunkte für den Neustart der Gruppe anzubieten.
Kursinhalt: Das Rheinland gehört europaweit zu den ältesten und dichtes-
ten Städteregionen. Warum entstanden hier so früh und so viele Städte?
Wer fungierte als Initiatoren? Wie haben sich die Städte entwickelt und
welche Stadtgestaltungen gab es? Welche Stadtkonzeptionen kamen ins-
besondere im 19. und 20. Jh. auf? Diesen und anderen stadtgeschichtli-
chen Fragen wird in der Veranstaltung auswahlweise anhand von rheini-
schen Städten sowie der Domstadt Köln nachgegangen. Vorträge des Do-
zenten, Kurzbeiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Lek-
türe und Diskussion von Quellentexten und Karten sollen die Thematiken
erarbeiten.
Literaturhinweise: Rheinischer Städteatlas, Köln u. a. 1972–2021, 104
Bände; Carl Dietmar/Werner Jung: Köln. Die große Stadtgeschichte, Es-
sen 2. Aufl. 2016; Edith Ennen: Rheinisches Städtewesen bis 1250, Köln
1982; Jürgen Herres/Georg Mölich/Stefan Wunsch (Hrsg.): Quellen zur
Geschichte der Stadt Köln, Bd. III, Das 19. Jahrhundert (1794–1914), Köln
2010; Wolfgang Rosen/Lars Wirtler (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der
Stadt Köln, Bd. I, Antike und Mittelalter, Köln 1999; Margret Wensky: Städ-
te und Freiheiten bis 1500, Köln 2008.
Das Ziel des Formats: Unsere Projektgruppen zeichnen sich dadurch aus,
dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst forschend aktiv werden,
ganz im Sinne des „forschenden Lernens“. Die Vorbereitung darauf erfolgt
in einer Art Pilotphase. In dieser ähnelt der Kurs einem Arbeitskreis; freilich
mit dem Unterschied, dass er darauf ausgerichtet ist auszuloten, ob sich
eine sich selbst steuernde, eigenständig arbeitende Projektgruppe etablie-
ren kann, indem stets danach geschaut wird, welche Fragestellungen für
eine daran anschließende Phase aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer von eigenem Interesse wären.

Anmeldung erforderlich:
Anmeldung bis 06. April 2022
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ lmiliopo@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Mai
26
Do
Lernen im Alter(n) – Motivationen, Wirkungen, Widerstände @ Seminarraum S 37, SSC-Ge- bäude,
Mai 26 um 10:00 – 11:30

Geschlossene Gruppe (gegenwärtig keine Anmeldung möglich)

Ringvorlesung: Fabula Rasa – Queere Perspektiven auf Utopisches und Dystopisches @ Zoom-Veranstaltung
Mai 26 um 16:00 – 17:30

Die Ringvorlesung des SoSe 2022 findet in Kooperation mit den Queer
Studies der KHM (Kunsthochschule für Medien, Köln) und GeStu_S (dem
Zentrum Gender Studies der Universität Siegen) unter Mitwirkung der For-
schungsstelle Queery (Queery/ing Popular Culture) statt.
Derzeit bringen Zukunftsszenarien eine Vielzahl an utopischen und dysto-
pischen Ideen und Gesellschaftsentwürfen hervor. Dabei wird auf die ak-
tuellen sozio-kulturellen Entwicklungen und Debatten entweder als eman-
zipatorisch, offen und fortschrittlich oder aber als haltlos, spaltend und zer-
störerisch verwiesen. Auf der einen Seite werden, ausgehend von einer
als einengend und ausgrenzend wahrgenommenen Vergangenheit Hoff-
nungen auf eine gerechtere und demokratischere Zukunft geweckt. Auf
der anderen Seite wird auf (teils erfundene) Traditionen und eine vermeint-
lich sicherere Vergangenheit, auf die ‚gute alte Zeit‘ rekurriert. Das Schü-
ren von Ängsten und Unsicherheit dient hierbei zur Wiederherstellung ei-
ner gesellschaftlichen Ordnung, deren Niedergang imaginiert wird.
Wir wollen in dieser Veranstaltung in vielfältiger, queerer Thematisierung
und Perspektivierung Lesarten und Ermöglichungen, aber auch Wider-
ständigkeiten versammeln und gemeinsam diskutieren.
Die Ringvorlesung ist einführend, es werden keine Grundkenntnisse der
Gender und Queer Studies vorausgesetzt.

Die ZOOM-Einladung zur Veranstaltung finden Sie in Kürze auf der folgenden
Homepage:
� https://gestik.uni-koeln.de/aktuelles-1/ringvorlesung

Ringvorlesung: Von Mestizaje über die Kontaktzo- ne bis zur Dekolonialisierung – Aushandlungen von Zugehörigkeit in Lateinamerika @ Seminarraum S 11, Seminar- gebäude,
Mai 26 um 16:00 – 17:30

In der interdisziplinären Ringvorlesung präsentieren ausgewiesene Spezi-
alist:innen verschiedene Formen der Aushandlung von Zugehörigkeit in la-
teinamerikanischen Diskursen. Der Schwerpunkt liegt auf den Konzepten
Mestizaje und Kontaktzone, wobei vor allem ersteres durchaus berechtig-
te Kritik erfahren hatte. Dabei werden sowohl historische Phänomene als
auch gegenwärtige Entwicklungen beleuchtet, die sich mit Prozessen kul-
tureller und sozialer Vermischung befassen; von der kolonialen Gesell-
schaft über die Formierung der Nation im 19. Jahrhundert und indigenen
und afroamerikanischen Bewegungen die sich spätestens seit den 1990er
Jahren für Konzeptionen von Plurinationalität und Plurikulturalität einset-
zen.
Die Publikation von Borderlands/La Frontera. The New Mestiza von Gloria
Anzaldúa hat seit den 1990er Jahren und insbesondere in den Kultur- und
Literaturwissenschaften ein erneuertes Interesse am Konzept der Mes-
tizaje hervorgerufen, welches immer wieder aufgrund rassistischer Impli-
kationen kritisiert worden ist. Gleichzeitig entstanden neue Begriffe um die
Zugehörigkeit in heterogenen und oft konfliktiven Räumen theoretisch zu
fassen. Mary Louise Pratt prägte den Begriff der Kontaktzone (1991) um
sich auf den Raum kolonialer Begegnung zu beziehen und belebte den
Begriff der Transkulturation (Ortiz 1983) neu, um den Blick auf die oft vor-
handene Asymmetrie dieser Begegnungen zu lenken.
Heutzutage beleben die Konflikte um Territorien und Extraktivismus sowie
die feministischen intersektionalen Diskurse und die Debatte um Dekoloni-
alisierung Fragen der Zugehörigkeit in Amerika neu. Die Ringvorlesung
will anhand von Beiträgen aus den Geschichtswissenschaften, der Sozio-
logie sowie den Kultur-, Kunst- und Literaturwissenschaften beleuchten,
wie wir uns diesen aktuellen Situationen annähern können. Dabei sollen
auch einzelne Beiträge über Regionen außerhalb Lateinamerikas die De-
batte bereichern.
Einige Sitzungen werden auf Spanisch oder Englisch stattfinden.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ mail-clac@uni-koeln.de

 

Klimaneutral Umbauen – ganz konkret @ ZOOM-Sitzungen
Mai 26 um 18:00 – 19:30

Wir befinden uns in Zeiten großer ökologischer Herausforderungen und
die Fragen werden immer drängender, wie wir diesen technologisch, ge-
sellschaftlich und ökonomisch ganz konkret begegnen können.
Wie also geht klimaneutral umbauen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die
folgende Veranstaltungsreihe, an der sich Wissenschaftler:innen aus ver-
schiedenen Disziplinen beteiligen:
••••Wie lässt sich die Mobilität der Zukunft nachhaltiger, effizienter und
fairer gestalten?
Wie können sich die Bürger:innen beteiligen und was haben sie
davon?
Gibt es wegweisende regionale Projekte mit realisierbaren Antworten?
Und was können wir tun, wenn das klimaneutrale Umbauen zu lange
dauert, um das 1,5-Grad-Ziel noch erreichen zu können?
Bei dieser Interdisziplinären Veranstaltungsreihe sind neben den Gasthö-
rer:innen alle Interessierten eingeladen teilzunehmen!

Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltungsreihe. Gäste sind herzlich will-
kommen!
Als Gast melden Sie sich bitte unter ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de an.
Eingeschriebene Gasthörer:innen brauchen keine Anmeldung. Sie finden die
ZOOM-Zugangslinks im ILIAS-Ordner hinterlegt.

Mai
30
Mo
Die „Neue Seidenstraße“ – globale Visionen, lokale Kontexte @ Wöchentliche ZOOM-Sitzun- gen:
Mai 30 um 10:00 – 11:30

Chinas so genannte Belt-and-Road-Initiative (BRI) bzw. “Neue Seidenstra-
ße” hat seit ihrer Ankündigung 2013 enorme Aufmerksamkeit auf sich ge-
zogen. Als sichtbarstes Symbol von Chinas globalen Ambitionen, oder
vielleicht sogar Grundstein einer neuen sinozentrischen Weltordnung,
wurde die BRI bislang vor allem durch ein geopolitisches Prisma analy-
siert. Diese Perspektive erfasst jedoch oft nur unzureichend, wie stark die
Implementierung der BRI in einzelnen Staaten von komplexen Verhand-
lungen zwischen chinesischen und lokalen Akteuren geprägt ist, in die
auch letztere oft ihre Interessen einbringen können.
Das Seminar soll durch den Rückgriff auf aktuelle Forschungsergebnisse
und Fachliteratur einen umfassenderen Blick auf die Realität der BRI ver-
mitteln. Es erörtert einerseits chinesische Motivationen hinter der Initiative,
ihre Ursprünge als „nationale Strategie“, und welche chinesischen Akteure
mit ihrer Umsetzung betraut sind. Dieser Blickwinkel wird systematisch er-
gänzt durch Perspektiven aus einzelnen Mitgliedsstaaten, die lokale Erfol-
ge und Herausforderungen abdecken.

Das Dozent:innenhonorar dieser Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge
des fgs gefördert

Literarische Bilder unserer Zeit @ Seminarraum S 37, SSC-Gebäude,
Mai 30 um 12:00 – 13:30

Die Projektgruppe befasst sich vornehmlich mit Romanen, die in den letz-
ten Jahren veröffentlicht wurden und analysiert sie mit literaturwissen-
schaftlichen Methoden, die auch neuere Entwicklungen der wissenschaft-
lichen Forschung berücksichtigen. Hierbei wird sie von der wissenschaftli-
chen Begleitung unterstützt.
Ziel ist es, die Ergebnisse der gemeinsamen Analyse von literarischen und
theoretischen Texten im Internet, durch Vorträge und Publikationen zu ver-
öffentlichen.
Im Wintersemester hat sich die Gruppe mit dem Roman Klara und die
Sonne von Kazuo Ishiguro beschäftigt. Für das Sommersemester 2022 ist
die Arbeitsgrundlage: Christian Kracht, Eurotrash.
Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden auf der Website der Pro-
jektgruppe � www.literarischealtersbilder.uni-koeln.de veröffentlicht. Hier
gewinnen Sie einen Einblick in die bisherige Arbeit der Gruppe.
Befassen Sie sich gern mit Literatur und tauschen sich mit anderen dar-
über aus? Dann sind Sie sind bei uns richtig und herzlich willkommen. Es
erleichtert das Einsteigen, wenn sie den o. g. Roman zu Beginn der Arbeit
bereits gelesen haben.
Weitere Informationen unter Tel. (0221) 470-6831.

Anmeldung erforderlich:
Anmeldung bis 06. April 2022
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ lmiliopo@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Sind wir noch dieselben? Was Corona mit uns undder Gesellschaft macht @ Seminarraum S 58, Philo- sophikum, Universitätsstraße 41 Achtung! Kurzfristige Än- derungen möglich
Mai 30 um 14:00 – 15:30

Seit mehr als zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie unser Leben.
Viele Menschen sind gesundheitlich und ökonomisch stark betroffen. Kon-
taktbeschränkungen stellen Familien und Freundschaften auf die Probe.
Verschwörungserzählungen provozieren eine Spaltung der Gesellschaft.
Eine allgemeine Gereiztheit – Micro-Agression – führt zu unangenehmen
Begegnungen im Alltag. Gemeinsame Wertvorstellungen, politische Ori-
entierungen und kulturelle Gepflogenheiten scheinen in Frage gestellt zu
sein. Die psychischen Belastungen bringen jedoch auch gegenteilige Ef-
fekte hervor. Auf einmal sprechen bislang unbekannte Menschen freund-
lich miteinander; einige setzen sich für ein gemeinwohlorientiertes Mitein-
ander ein. Berufstätige in Bereichen der kritischen Infrastruktur wachsen
über sich selbst hinaus. Menschen verfügen also auch über die Fähigkeit,
in Krisenzeiten die notwendige innere Stärke zu entwickeln und belasten-
de Situationen zum Besseren zu wenden.
In diesem Arbeitskreis werden wir der Frage nach den psychischen Belas-
tungen der Corona-Pandemie nachgehen, und auch danach fragen, wie
emotionale Stabilität und Resilienz – so der Fachbegriff für „Widerstands-
fähigkeit“ – erlernt und zu einer „Kultur des Miteinanders“ ausgestaltet
werden können. Ausgehend von unseren Alltagsbeobachtungen werden
Einsichten und Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen
(Soziologie, Geschichte, Sozialpsychologie, Traumaforschung, Philoso-
phie, Ethik) zu Rate gezogen und bereits vorliegende empirische Studien-
ergebnisse zur Belastung durch die Corona-Pandemie diskutiert. Ein Bei-
spiel ist das CovSocProjekt, das gefördert durch die Max-Planck-Gesell-
schaft die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gefühle und das
Verhalten der Berliner Bevölkerung untersucht. Wir wollen auch mit Stu-
dierenden sprechen und ihre Sichtweise auf die Corona-Pandemie ken-
nenlernen, denn junge Menschen, die ihr Abitur bereits unter Corona-Be-
dingungen absolviert haben und in die Zukunft schauen möchten, nehmen
die psychischen Belastungen besonders aufmerksam wahr.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Das Dozent:innenhonorar dieser Veranstaltung wird durch die Mitgliedsbeiträge
des fgs gefördert

AG: Die Geschichte der eigenen Vorfahren im Nationalsozialismus erforschen @ Hörsaal XIb, Hauptgebäude,
Mai 30 um 16:00 – 17:30

Arbeitsgruppe
Für diejenigen, die sich entscheiden, die Geschichte eines Familienange-
hörigen während der Zeit des Nationalsozialismus durchleuchten zu wol-
len, ist diese Arbeitsgruppe gedacht.
Wir „Alten“ sind genau die Richtigen, uns an diese Aufarbeitung zu ma-
chen, weil wir zum einen noch persönliche, emotionale Verbindungen zu
unseren Vorfahren haben, weil wir am ehesten noch familiäre Dokumente
besitzen und weil wir die im Familienkreis weitererzählten Geschichten
noch kennen. Es könnte auch sein, dass viele von uns einfach neugierig
sind und die Mauer des Schweigens nun doch noch gern überwinden wür-
den. Dazu möchte diese Arbeitsgruppe anleiten.
Hier geht es darum, zu erfahren, wie man vorgehen kann, wo man Infor-
mationen herbekommt, welche Methoden und Hilfsmittel es gibt und wie
man sie benutzt.
Voraussetzungen zur Teilnahme sind die Motivation, sich auf dieses sehr
persönliche Thema aktiv recherchierend einzulassen und die Bereitschaft,
sich über die eigenen Nachforschungen mit anderen auszutauschen. Von
großem Nutzen wäre eine gewisse Vertrautheit im Umgang mit Computer
und Internet.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ gasthoerer-studium@uni-koeln.de
Bitte reichen Sie Ihre Anmeldung zur Arbeitsgruppe
erst nach der Auftaktveranstaltung ein
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an

Ringvorlesung: Menschenrechte als Alpha und Omega des Rechts? Zur Auseinandersetzung der Fachdisziplinen mit der aktuellen Rechtsprechung zu den Menschenrechten @ Hörsaal B, Hörsaalgebäude,
Mai 30 um 17:45 – 19:15

Der Menschenrechtsschutz in Europa ist zu einem essentiellen Bestand-
teil der Rechtsordnungen der europäischen Staaten geworden und zieht
sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Rechtsgebiete. In der
Ringvorlesung, in die fast alle Professorinnen und Professoren der
Rechtswissenschaftlichen Fakultät eingebunden sind, soll die Bedeutung
des europäischen Menschenrechtsschutzes aus den verschiedenen Per-
spektiven der einzelnen Fachdisziplinen nachgewiesen und gezeigt wer-
den, wie konkret Recht durch Rechtsprechung in einzelnen Fällen verän-
dert wird. Nach dem ersten Teil der Ringvorlesung im Wintersemester geht
es nun im Sommersemester weiter.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ laura.jaecke-l@uni-koeln.de

Ringvorlesung: Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume @ Zoom-Veranstaltung
Mai 30 um 18:30 – 20:00

Die Ringvorlesung „Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume“, die das
Netzwerk “Comicforschung am Rhein” im Sommersemester 2022 erst-
mals online an den Universitäten Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg/
Essen veranstaltet, hat sich das Ziel gesetzt, Diskussionen zu Inhalten
und Methoden der Forschung zur sequentiellen Kunst aufzunehmen. Die
Veranstaltung, die aus einer Reihe von Vorlesungen und Kolloquien be-
steht, richtet sich an Studierende aus den verschiedenen Philologien und
kultur- sowie medienwissenschaftlichen Disziplinen. In diesem Semester
wollen wir Räume in Comics aus unterschiedlichen fachlichen Perspekti-
ven und anhand exemplarischer Beispiele diskutieren.
Darstellende und dargestellte, wirkliche und erfundene Räume sind für
Comics in verschiedenen Weisen relevant: Bereits das einzelne Panel ver-
weist auf Räume, die Gestaltung der Seiten folgt räumlichen und architek-
tonischen Gestaltungsprinzipien, und die Handlung konstituiert sich zu ei-
nem wesentlichen Teil über die Bewegung der Figuren durch Räume, die
sinnstiftend und orientierend sind oder einen labyrinthischen Charakter
aufweisen. Zur Analyse dieser Phänomene bieten sich Theorien zu Raum-
konzeptionen und Raumkonfigurationen an, die seit dem spatial turn in
verschiedensten Disziplinen Berücksichtigung finden: Räume werden
nicht mehr als ausschließlich physisch-territoriale, sondern als relationale,
symbolisch codierte und gesellschaftlich konstruierte Konzepte aufge-
fasst. In den letzten Jahrzehnten haben sich in den Kulturwissenschaften
Konzepte wie Heterotopien (Michel Foucault), Erinnerungsorte (Pierre
Nora), Dritter Raum (Homi Bhabha) und Nicht-Orte (Marc Augé) als be-
sonders geeignete Instrumente etabliert, um die symbolische Dimension
und den Konstruktionscharakter von Räumen offenzulegen und kritisch zu
analysieren.

Anmeldung erforderlich:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ comicforschung-rhein@uni-koeln.de

Mai
31
Di
Fairer Handel – Vom Baumwollanbau in Afrika bis zum Ladentisch in Deutschland @ Seminarraum S 68, Philosophikum,
Mai 31 um 10:00 – 11:30

Der Anbau von Baumwolle sowie ihre Verarbeitung und Veredlung zu Tex-
tilien führen in den Ländern des Globalen Südens zu erheblichen Belas-
tungen für Mensch und Umwelt. Durch den Fairen Handel sollen entlang
der gesamten Textillieferkette Anbau- und Produktionsbedingungen ökolo-
gisch und sozial gestaltet und Armut verringert werden.
Im letzten Semester beschäftigten wir uns mit dem Anbau von Baumwolle
in Westafrika, vor allem in Benin und Ghana, sowie der zunehmenden Be-
deutung des Nachhaltigkeitsstandards „Cotton made in Africa“ für diese
Region. Ein zentrales Ergebnis war, dass in Westafrika keine weitergehen-
de Wertschöpfung der Textilproduktion stattfindet, sondern die angebaute
Baumwolle fast ausschließlich in asiatische Länder exportiert wird.
Unsere Arbeitsgruppe zum Fairen Handel möchte nun entlang der gesam-
ten Lieferkette von Westafrika bis zum Endprodukt in Deutschland, gemäß
dem Ansatz „Follow the Thing“ und am Beispiel ausgewählter Länder, so-
zioökonomische Bedingungen, Strukturen und Akteure sowie Initiativen
zum Fairen Handel erforschen und daraus spezifischere Fragestellungen
ableiten. Dabei wird eine zentrale Rolle spielen, in welchen Ländern afri-
kanische Baumwolle weiterverarbeitet wird, unter welchen Bedingungen
dies geschieht und welche Rolle der Faire Handel dabei spielt.

Anmeldung erforderlich:
Anmeldung bis 06. April 2022
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ✉ lmiliopo@uni-koeln.de
Bitte geben Sie Ihre Matrikelnummer an