Vorträge

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Jan
10
Thu
Film: “Anfang aus dem Ende. Die Generation der Flakhelfer” @ Hörsaal VI, Hauptgebäude
Jan 10 @ 18:00

Kooperationsveranstaltung des Vereins zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums (fgs) und des Historischens Instituts – Neuere Geschichte



Dieser Film (Deutschland 2013. Länge 85 Min.) befasst sich mit Aussagen von Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg als konkrete Erfahrung erlebt haben. Die sogenannte „Flak- helfergeneration“ ist das letzte lebendige Band, das unsere Gegenwart noch mit dieser Geschichte verbindet. Sie umfasst die Jahrgänge 1926-29, die in den letzten Kriegsjahren von der Schulbank an die Flugabwehrkanonen abkommandiert wurden. Diese Generation ist zugleich diejenige, die in Hitlers Tausendjährigem Reich aufgewachsen ist und nach 1945 die Chance hatte, ihr Leben noch einmal neu zu beginnen. Sie hat die Bundesrepublik Deutschland und ihre Demokratie mit aufgebaut.
Alle, die sich diesen Film ansehen, werden wenige Tage später in dem Vortrag von Prof. Aleida Assmann einige konkrete Bilder vor Augen haben und vielleicht auch nachvollziehen können, warum die interviewten Zeitzeugen viele der damals erlebten Ereignisse über 65 Jahre lang im Schweigen bewahrt haben.
GfE – Stadt der Zukunft – Smarte Geodaten für Smarte Städte @ Geo-/Bio-Hörsaal, Universität zu Köln
Jan 10 @ 18:30

Referent: Thomas Kolbe, TU München

Jan
14
Mon
Vortrag: Erinnerungskulturen in Deutschland und Europa @ Hörsaal A1, Hörsaalgebäude
Jan 14 @ 18:00

Kooperationsveranstaltung des Vereins zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums (fgs) und des Historischens Instituts – Neuere Geschichte



Referentin: Aleida Assmann (Konstanz)
Erinnerungskulturen weisen unterschiedliche Entwicklungen und oft auch „weiße Flecken“ auf, immer abhängig von den Interessengruppen, Machtverhältnissen und politischen Orientierungen. Offizielles, öffentliches und privates Erinnern geht in Deutschland oft auseinander und es meldet sich auch manches Unbehagen, wie die jüngsten Störgeräusche seitens der AfD zeigen. Es soll gefragt werden, welche trennende und welche verbindende Wirkung aus der Erinnerung an Gewaltereignisse des 20. Jahrhunderts für Europa hervorgehen kann.
Im Juni 2018 wurde bekannt gegeben, dass Aleida Assmann zusammen mit ihrem Ehemann Jan Assmann den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels im Oktober 2018 für die Verdienste ihrer Arbeiten zur Erinnerungskultur und gegen Geschichtsvergessenheit erhalten. Die Ehrung ist auch mitbegründet durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen, von denen hier nur einige we- nige genannt werden können: Jan Assmann: Das kulturelle Gedächtnis (München 2013); Aleida Assmann: Der lange Schatten der Vergangenheit (München 2006); Aleida Assmann: Formen des Vergessens (Göttingen 2016); Aleida Assmann und Jan Assmann: Wem gehört die Geschichte? Über Erinnern und Vergessen. 2 CDs (Berlin 2011).
Jan
17
Thu
GfE – Stadt der Zukunft – Magnet Stadt @ Geo-/Bio-Hörsaal, Universität zu Köln
Jan 17 @ 18:30

Lesung mit anschließender Diskussion
Referent: Einhard Schmidt-Kallert, TU Dortmund

Jan
24
Thu
GfE – Stadt der Zukunft – Neue Wohnungsfrage und globaler Kapitalismus @ Geo-/Bio-Hörsaal, Universität zu Köln
Jan 24 @ 18:30

Referent: Bernd Belina, Universität Frankfurt

Jan
30
Wed
fgs – Semesterschlussveranstaltung @ Tagesraum, Seminargebäude
Jan 30 @ 17:30

Vortrag: Dr. Rainer Behring
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


Thema: Hermann Müller (1876-1931): SPD-Vorsitzender, Außenminister und Reichskanzler der Weimarer Republik

Hermann Müller zählte zu den prägenden Politikern der Weimarer Republik und war eine ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten. Allein eine Aufzählung seiner wichtigsten Ämter läßt daran keinen Zweifel: Er war seit 1919 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und führte von 1920 bis 1928 ihre Reichstagsfraktion, amtierte 1919/20 als erster Außenminister der Weimarer Republik und kurzzeitig als Reichskanzler, um von 1928 bis 1930 erneut als Reichskanzler eines Kabinetts der Großen Koalition die Regierungsgeschäfte zu leiten. Müller hatte mit dem Friedensvertrag von Versailles und der Weimarer Reichsverfassung die beiden Basisdokumente der ersten deutschen Republik unterzeichnet und betrachtete das Gedeihen und die Verteidigung dieser Republik als seine politische Lebensaufgabe. Er legte die Grundlagen der Weimarer Außenpolitik als einer friedlichen Revisions- und Verständigungspolitik im Einvernehmen mit anderen Mächten und er agierte maßgeblich auf dem staatstragenden und koalitionswilligen Flügel der Sozialdemokratie mit dem Ziel der Zusammenarbeit aller republikanischen Kräfte. Gleichwohl ist Hermann Müller bis heute im öffentlichen Bewußtsein und selbst im Gedächtnis seiner Partei nahezu vergessen. Was bleibt von seiner politischen Lebensleistung – hat Hermann Müller uns heute noch etwas zu sagen?

Dr. Rainer Behring (geb.1965) ist Historiker und Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2012 leitet er regelmäßig Arbeitskreise im Gasthörer- und Seniorenstudium der Universität zu Köln, insbesondere zur Geschichte des politischen Denkens. Einen Schwerpunkt seiner Forschungsinteressen bildet die Geschichte der Außenpolitik der deutschen Sozialdemokratie.