KONZERTLESUNG „Bettine von Arnim – eine streitbare Frau“

Bettine von Arnim war ungestüm, neugierig, ja zuweilen frech. Ihr Buch: „Goethes Briefwechsel mit einem
Kinde“, das ihre Korrespondenz mit Goethe in beschönigter Form enthält, erregte Aufsehen. „Dieses Buch
gehört dem König“ brachte sie beinahe ins Gefängnis, da sie den preußischen König provozierte. Sie gehört
zu den Frauen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich ein selbstbestimmtes Leben erkämpften. Sie
half mit, der Phantasie der Frauen „Flügel zu verleihen“. Klavierwerke ihrer Zeitgenossinnen Fanny Hensel,
geb. Mendelssohn Bartholdy und Clara Schumann vervollständigen das Bild dieser besonderen
Lebensperspektive zu Beginn des 19.Jahrhunderts, welche nicht ohne nachhaltigen Einfluss bleiben sollte.

ANMELDUNGEN: 0172 – 5277771 / info@die-maske.de

Eintritt 15,- €
Dauer ca. 1,5 Std

Nadja Bulatovic wurde 1972 in Osijek (Kroatien) geboren.
Ihr Studium an der Hochschule für Musik in Novi Sad in der Klasse von Prof. Arbo Valdma beendete sie
in ungewöhnlich kurzer Zeit mit Auszeichnung als beste Studentin des Jahres. Die erfolgreiche Teilnahme an
mehreren nationalen Wettbewerben ermöglichte ihr schon mit 11 Jahren, Solokonzerte in Jugoslawien, Russ-
Deutschland und Italien zugeben.1991 erhielt sie den 1. Preis beim „Concorso Pianistico Internazionale“ in
Rom so wie den Publikumspreis im internationalen Klavierwettbewerb „Fausto Torrefranco“ in Vibo Valentia.
Die junge Pianistin wirkte regelmässig bei Konzerten des „Nationalen Philharmonischen Orchesters Belgrad“
und des Festivalorchesters in Novi Sad mit. Sie machte Aufnahmen für Funk und Fernsehen in Novi Sad,
Belgrad und für den italienischen Sender RAI. Während ihres zweijährigen Aufbaustudiums an der Musik-
hochschule Köln hatte sie die Gelegenheit, mit mehreren Klavierprofessoren zu arbeiten. Darunter Evgeni
Malinin (Moskau), Lev Natochny (Juilliard School), Alexander Jenner (Wien), Pierre-Laurent Aimard, Alexa-
nder Lonquich, Alexander Rabinovitch und Leonard Hokanson,der 1994 folgendes schrieb: „Nadja B. ist eine
unglaublich begabte, junge Pianistin.Sie besitzt viel Temperament und Musikalität und beherrscht ihr Instru-
ment vollständig. Ihr Spiel nahm mich sofort ein, als ich sie dieses Jahr in meinem Meisterkurs in Köln
hörte. In ihrem Spiel hörte ich großes persönliches Engagement, ein wundervolles Talent musikalische Ideen
mutig und farbenfroh auszudrücken, Geschmack und eine persönliche Verpflichtung gegenüber der Musik.“
Bevor sie 1998 mit ihrem Klaviertrio in die Kammermusikklasse des Alban Berg Quartetts aufgenommen
wurde, spielte sie u.a. mit der Sopranistin Anja Harteros undim Duo mit dem Pianisten Nenad Lecic.
(CD: J. Brahms, ungarische Tänze, aufgenommen in der „Kolarac Hall“ in Belgrad)
Schon bald nach ihrem Studienbeginn spielte sie die ersten Solokonzerte im Kölner Raum. Nach einem
Doppelkonzert mit Joachim Kühn für den Westdeutschen Rundfunk schrieb der Kölner Stadtanzeiger: „Bei
Nadja B. waren es mit Chopin und Schostakowitsch Komponisten, die einen Sturm der Gefühle auslösten. Die
pure Emphase und ein unüberhörbarer slawischer Ton sprechen aus dem Spiel der jungen Pianistin, die mit
der h-moll-Etüde einen rasend-ekstatischen Einstieg gab. Dass sie es auch lyrischer und verträumter kann,
wenngleich nicht weniger beherzt, zeigte sie bei der schwelgerischen Tonmalerei der Barcarolle aus op. 60“.
Besonders zu erwähnen ist unter ihren Konzerten in Deutschland ein Klavierabend im Kammermusiksaal der
Berliner Philharmonie im November 2001, sowie ein Auftritt als Pianistin mit der „Jungen Philharmonie Köln“
unter der Leitung von Volker Hartung in der Kölner Philharmonie im Februar diesen Jahres. Seit dem Frühjahr
2015 ist sie Chorleiterin der renommierten Solinger „Chorgemeinschaft Auf der Höhe“ mit der sie regelmäßig
konzertiert. Nadja Bulatovic tritt als Pianistin im kammermusikalischen Bereich in zahlreichen Konzerten in
den verschiedensten Besetzungen, wie auch als versierte Liedbegleiterin in ganz Deutschland auf.


Ute Büchter-Römer wurde in Ahrweiler/ Bad Neuenahr geboren, studierte nach ihrer Schulzeit in
Krefeld Schulmusik und Germanistik an der Musikhochschule und der Universität in Köln. Sie absolvierte das
Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien uns ging zunächst in den Schuldienst. 1989 promovierte sie an
der Universität GHS Duisburg bei Frau Prof. Dr. Ilse Storb mit dem Thema: „New Vocal Jazz – die Stimme in
der Zeitgenössischen Improvisierten Musik“. Es folgten Lehraufträge in Duisburg und an der EZW-Fakultät
der Universität zu Köln, sie erhielt ein Habilitationsstipendium des Landes NRW, ihre Habilitation 1995 machte
sie mit dem Thema: „Aspekte des Neuen Musiktheaters und Strategien seiner Vermittlung“.
„Spitzenkarrieren von Frauen in der Musik“ 2011 und „Spitzenkarrieren von Männern in der Musik“ 2012
jeweils im Ricordi Verlag München.
2004 wurde sie zur Professorin der Universität Köln ernannt.
Veröffentlichungen zu Komponistinnen sind im Furore Verlag Kassel und zur Vermittlung unbekannter
Komponistinnen im Raabe-Verlag Stuttgart, die Rowohlt-Bildmonographie zu Fanny Mendelssohn-Hensel
erschien im Februar 2001. 2007 veröffentlichte sie bei Ricordi in München „Reflexe des Unbehausten – Ein
Einführung in das zeitgenössische Musiktheater“ und 2009 die Biographie zu Ilse Storb, der „einzigen
Jazzprofessorin Europas“. Dazu kommen: Rundfunksendungen zu Neuer Musik und Jazz beim BR, WDR
sowie beim DLF. Einrichtung einer Gesprächskonzertreihe zu „Komponistinnen und Komponisten der
Region“ mit Hilfe der Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld und VHS Krefeld, der Fördervereins der
Musikschule und des Deutschen Musikrats; Teilnahme an der Veranstaltungsreihe des ON-Netzwerkes Köln,
Vortragsreisen nach Berlin, Darmstadt, Düsseldorf, Leipzig, Dresden, Weimar, Thun (CH), Bern, Graz, San
Diego (USA), Fiuggi b. Rom, Paris u.a.

KONZERTLESUNG „Neuland“

Frédéric Chopin schrieb an seine Eltern und an seine Schwester aus Paris nach Warschau und benetzte den
Brief mit Tränen. Seit er von der geplanten Konzertreise 1831 wegen des Aufstands in Polen nicht mehr
nachhause zurückkehrte, lebte er als bewunderter Pianist und Komponist in Paris. Sergej Rachmaninow
verließ Russland nach der Oktoberrevolution um nie wieder nach Russland zurück zu fahren. Prokofjew floh
und konnte ohne Russland nicht leben, seine Sehnsucht nach der Heimat zwang ihn zu größter
Anpassungsleistung. Heinrich Heine dachte immer wieder an Deutschland, nahm von Paris aus Anteil an dem
was dort geschah. Alle, die ihre Wurzeln kappen mussten, trugen sie mit sich. Ihre Briefe und Tages-
buchaufzeichnungen lassen, wie auch besonders die Klaviermusik Chopins, die Empfindungen des Verlustes
erlebbar werden.

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Eintritt 15,- €
Dauer ca. 1,5 Std
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