Jackie Thomae: Brüder

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Dieser Roman ist das diesjährige “Buch für die Stadt”: Ein Roman über Herkunft und Identität, über die DDR, die Nachwendezeit und die Nullerjahre.

Jo Lendle: Die Kosmonautin

Jo Lendle, Jg 1968, Schriftsteller, Verleger des Hanser Verlags
“Hella, die Heldin dieses Romans, darf einen Flug zum Mond antreten. Abflug ist aus der russischen Steppe, also begibt sich Hella, die in Deutschland als Orthopädin arbeitet, erst einmal dorthin. Eine ganze Menge Zeit scheint zu vergehen, und manches trägt sich zu, bis die Rakete dann die Erde verlässt. Rezensent Roman Luckscheiter leitet seine Kritik mit Überlegungen zu romantischen Reisen nach Innen ein und landet zuletzt auch wieder bei genau diesem Thema. Denn zwar entferne sich die Heldin von der Erde, doch geht es dabei in Wahrheit um eine Therapie: Die Reise zum Mond hatte eigentlich Hellas Sohn gewonnen, der aber bei einer politischen Demonstration starb. Luckscheiter lobt den Autor Jo Lendle für seinen “kurzweiligen Erzählstil” und das “impressionistische Beschreibungstalent”. Faz, Roman Luckscheiter,12.3.2008 (Perlentaucher.de)

Der Autor ist am 9.11. zu Gast im Literaturhaus.

Sasha Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein

Sasha Salzmann, Jg 1985, ist eine deutsche Dramatikerin, Essayistin, Kuratorin und Romanautorin.
“Es sind vier Frauen, die hier Geschichte machen. Salzmanns Erfahrung im Verfassen von Theaterstücken artikuliert sich interessanterweise nicht in Dialogdominanz, sondern in einem spezifisch dramaturgischen Geschick bei der Textschichtung: Die Multiperspektivität des Geschehens resultiert nicht in bloßer Abwechslung der Fokussierung, sondern in sich überlagernden Blickwinkeln, als setzte Salzmann bei der Inszenierung des Geschehens eine Drehbühne ein. Und je weiter das Buch fortschreitet, desto mehr Fahrt scheint diese Drehbühne aufzunehmen.
Was bedeutet es schließlich, dass das am kommenden Montag erscheinende Werk auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis steht? Das war mit Salzmanns Debütroman, “Außer sich”, vor vier Jahren auch schon gelungen. Ihr neuer Roman ist Ihr neuer Roman ist  konventioneller gehalten, aber ungleich komplexer gebaut. Seine inhaltliche Zugänglichkeit dürfte auch Formverächter verlocken – und ihnen hoffentlich ein Aha-Erlebnis bescheren. Avantgarde hat eben auch etwas mit Avancen ans Publikum zu tun; Salzmann könnte nun ein ganz großes erreichen.” ANDREAS PLATTHAUS, FAZ, 9.9.21

Die Autorin stellt diesen Roman am 2.11. im Literaturhaus vor.