Die Kunst des Sehens: Bild und Welt in Ost und West

Wann:
14. Januar 2021 um 17:00 – 18:30
2021-01-14T17:00:00+01:00
2021-01-14T18:30:00+01:00
Wo:
Zoomsitzung
Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Leidhold

Achtung: Änderung der Zeiten!!

Auch die folgenden Termine (21.1. und 28.1.) beginnen um 17.00 Uhr!

LIVE-Vortrag:  Zoomsitzung am Donnerstag, 14. Januar 2021, 17.00 – 18.30 Uhr (Weitere Informationen dazu finden Sie ab Oktober auf dieser Seite)

Erläuterung: Dieses Angebot wird vom fgs finanziert.
Das Bild ist ein Fenster. Es zeigt und macht sichtbar. Es zeigt das, was die Künstlerinnen und Künstler sahen und macht es so sichtbar, wie sie es uns sehen lassen wollten. Das Bild repräsentiert eine Art und Weise, Kontakt mit der Welt aufzunehmen, also Erfahrungen zu machen. Es kann sowohl die äußere, wie die innere Erfahrung der Kunstschaffenden sein – oder auch beides. Darin gleichen sich die Künste in Ost und West.

Zugleich stellen die Bilder uns, als Betrachter, auch an die Stelle derer, die es für uns geschaffen haben. Wir werden zu Teilhabern der künstlerischen Erfahrung. Wie geht das? Und geht das überhaupt? Und wie unterscheide sich hier die Perspektiven in West und Ost? In gewissem Sinn gelingt diese Teilhabe nur dann, wenn wir ihr Übung, Geduld und Achtsamkeit (mindfulness) angedeihen lassen. Mit anderen Worten: es handelt sich um eine Kunst—die Kunst des Sehens.


Ergänzende ZOOM-Sitzung I:

Im Auge des Betrachters. Die Praxis des Sehens

Zoomsitzung: Donnerstag, 21. Januar 2021, 17.00 – 18.30 Uhr (Weitere Informationen zu der Zoom-Einladung finden Sie ab Oktober auf dieser Seite)

Erläuterung:
Da die Teilhabe an der künstlerischen Erfahrung, wie im Vortrag dargelegt, Übung, Geduld und Achtsamkeit erfordert, wollen wir diese Praxis hier in die Tat umsetzen. Als erstes nehmen wir die Haltung des Betrachters
ein, und erkunden, wohin und wie uns ein Bild blicken lässt. Dies bewusst und geduldig zu tun, ist der Anfang der Achtsamkeit. Dazu widmen wir uns einer kleinen Auswahl von Bildern aus West und Ost.

Sind wir überhaupt in der Lage, uns den Inhalt und den Blick der Künstler zu erschließen? Wo stoßen wir auf Grenzen? Was bleibt uns verschlossen? Welchen Betrachter setzt das Bild voraus? Allmählich wird klar: die künstlerische Erfahrung stößt immer einen Dialog an. Denn Kunst ist mehr als bloße Information vom Sender zum Empfänger. Kunst ist dialogische Kommunikation über die Grenzen von Raum und Zeit hinweg. Und dieser Prozess der Rezeption bleibt wesentlich unabgeschlossen.


Ergänzende ZOOM-Sitzung II:

Die künstlerische Erfahrung: Von der Inspiration zum Bild

Zoomsitzung: Donnerstag, 28. Januar 2021, 17.00 – 18.30 Uhr (Weitere Informationen zu der Zoom-Einladung finden Sie ab Oktober auf dieser Seite)

Erläuterung:
Nunmehr wechseln wir die Seiten und nehmen die Perspektive der Künstlerinnen und Künstler ein. Was sie uns sehen lassen wollen, entsteht im künstlerischen Prozess. Dies ist der Teil der Kunst, der am seltensten sichtbar wird, denn das Entstehen eines Kunstwerks bleibt in der Regel den Augen des Publikums entzogen. Es spielt sich in der Abgeschiedenheit der Ateliers ab. Wie also entsteht ein Kunstwerk?

Wie beginnt, wie entfaltet sich der künstlerische Prozess? Was geschieht in dem Moment, den man „die Inspiration“ nennt? Ist das ein einzelner Augenblick oder eher ein Kontinuum? Wie materialisiert sich die Inspiration auf dem Papier, auf der Leinwand? Welche Rolle spiel dabei das handwerkliche Können? Wir werden sehen: Ganz ähnlich wie bei der Rezeption von Kunst gestaltet sich auch ihre Produktion als eine dialogische Kommunikation zwischen dem Künstler, seinem Können und seinem Werk. Wolfgang Leidhold lässt uns anhand seiner eigenen Werke an diesem Prozess teilhaben.