Die neuen Termine für die Campus Talks (WS 26/27):
04. November 2026
18. Novembr 2026
09. Dezember 2026
13. Januar 2027
jeweils 16.00 Uhr
Hier gibt es nähere Einzelheiten:
- Am Mittwoch, den 04.11.2026, ab 16 Uhr werden uns vier Mitglieder der Studiengruppe „Das politische Buch“ im Format des „Politischen Quartetts“drei ausgewählte Bücher zum Thema: „Demokratie in Gefahr“ vorstellen. Die vier Gruppenmitglieder:
- der Moderator Reiner Kraft sowie die drei Literaturexperten
- Irene Meyer Pelzer (Das Sterben der Demokratie von den Autoren: Peter R. Neumann und Richard Schneider),
- Marion Jacob (Die Ära Milei von Philipp Bagus) und
- Heiner Berling (Peter Thiel von Max Chafkin)
stellen die vorgenannten Bücher vor und diskutieren darüber, ob und anhand welcher Anzeichen wir erkennen können, ob sich unsere Demokratie durch die Populisten und rechtslibertären Kräfte in Gefahr befindet. Auch das Publikum soll im Anschluss an die Buchvorstellungen durch die Experten die Gelegenheit erhalten, eigene Diskussionsbeiträge und Fragen zu stellen. Wir wünschen allen eine informative Veranstaltung.
- Am Mittwoch, den 18.11.2026, ab 16 Uhr wird uns Herbert Müller aus der Studiengruppe „Stadtbilder Kölns“ das System der optischen Telegraphie als eine Technik, welche in der Mitte des 19. Jahrhundert genutzt wurde, vorstellen. Anhand des „preußischen optischen Telegrafen“ in Köln Flittard wird er uns die Funktionsweise der Signalcodierung, die Standorte, den militärische Charakter der Telegraphenlinie zwischen Berlin und Koblenz und die Wahl des Standorts Flittard vorstellen.
- Am Mittwoch, den 09.12.2026, ab 16 Uhr werden uns Frau Ursula Brohl Sowa und Frau Gisela Walger aus der Citizen -Science-Gruppe „Köln Erforschen“ Ergebnisse aus der Erschließung der „Niederlassungs- und Bürgerrechtsgesuche aus der französischen Zeit Kölns (1794 – 1814)“ vorstellen und der Frage ob diese Zeit den Aufbruch in die Moderne markierte auseinandersetzen.
- Am Mittwoch, den 13.01.2027, ab 16 Uhr wird uns Herbert Kremer von „klein“ über „groß“ und „sehr groß“ bis hin zu „unendlich“ – und darüber hinaus die „Mathematische Unendlichkeit“ vorstellen. Vorab verrät er schon einmal so viel: „es geht um die Kunst des Zählens, diese lässt uns in immer neue Sphären vordringen bis sich schließlich die Grenzen auflösen. Und dann, ja dann, ist immer noch nicht Schluss, denn…“.
Interesse an mehr Infos? Dann kommen Sie gerne zum Vortrag.
Ort der Vortragsreihe: Seminargebäude Raum S01. Das Seminargebäude befindet sich auf dem Campus Gelände zwischen Philosophikum und Universitätsbibliothek.

Seminargebäude, © M. Jacob
Nachlese zum Politischen Quartett vom 15.Juni 2026: Geopolitik, Bürokratie und Reformstau.
Geopolitik, Bürokratie und Reformstau: „Politisches Quartett“ im Seniorenstudium
Am Mittwoch den 15.Juli 2026 ab 16.00 Uhr haben vier Mitglieder der Studiengruppe „Das politische Buch“ in Form eines „Politischen Quartetts“ den ca. 40 anwesenden Zuhörern des Senioren- und Gasthörerstudiums drei aktuelle politische Bücher vorgestellt. Auf dem Podium waren:
• Joachim Arndt mit dem Buch: Neustart für Deutschland,
• Bernd Schäfer mit dem Buch: Macht im Umbruch,
• Detlef Zylka mit einer Analyse des Textes: Initiative für einen handlungsfähigen
Staat
• Herbert Müller als Moderator.
Ziel der Gruppe war weniger die politisch kontroverse Diskussion als vielmehr, die Bücher in ihren unterschiedlichen Facetten noch einmal in komprimierter Form vorzustellen und deren unterschiedliche Schwerpunkte und politischen Aussagen heraus zu arbeiten und einander erweiternd gegenüberzustellen.
Im Mittelpunkt des Buchvorstellungen standen die großen strukturellen Herausforderungen unserer Zeit: Welchen Kurs muss Deutschland angesichts geopolitischer Bedrohungen durch Russland, einer spürbaren Entfremdung von den USA und des immensen wirtschaftlichen Wettbewerbsdrucks aus China einschlagen? Mit Blick auf die Bücher „Macht im Umbruch“ von Herfried Münkler sowie Gerald Braunbergers „Neustart für Deutschland“ arbeiteten Joachim Arndt und Bernd Schäfer heraus, dass an einer strategischen Autonomie für die EU und Deutschland kein Weg vorbeiführt.
Doch Autonomie erfordert Handlungsfähigkeit im Inneren. Detlef Zylka nahm hierzu die Empfehlungen der „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“ unter die Lupe. Bei Themen wie umfassendem Bürokratieabbau, konsequenter Digitalisierung und der Vertiefung der europäischen Integration wurde deutlich, wo die Hürden liegen: Verfassungsrechtliche Blockaden, föderale Beharrungskräfte und die Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz erschweren die Umsetzung. Als Kernkonflikt der Diskussion schälte sich die Balance zwischen individuellen Freiheitsrechten und gesamtgesellschaftlich notwendigen Reformen heraus.
Die Tiefe der Themen spiegelte sich in der anschließenden Plenardebatte wider. Da die veranschlagten anderthalb Stunden kaum ausreichten, um die komplexen strategischen Zukunftsfragen abschließend zu beantworten, setzten viele Anwesende den Diskurs kurzerhand im Café Krümel bei einer kleiner Stärkung in geselliger Runde fort.

Bild: © Marion Jacob
Personen: von links nach rechts: Herbert Müller, Detlef Zykla, Joachim Arndt; Bernd Schäfer
Hier geht es zu den Nachlesen!
Eine neue Nachlese zum Vortrag des politischen Quartetts: „Geopolitik, Bürokratie und Reformstau“! Vom 15.6.26
