
Exkurs: Die Preußen in Köln
Auf dem Wiener Kongress 1815 wurden die Rheinlande und damit Köln Preußen
angegliedert. Friedrich Wilhelm III versprach den Einwohnern Kölns ein mildes und
gerechtes Regime. Gleichwohl wurde die preußische Obrigkeit lange Zeit als Besatzung
empfunden. Die Stadt erhielt nach der preußischen Gemeindeordnung eine begrenzte
Selbstverwaltung, regiert wurde sie von den Königen (später Kaisern) aus Berlin.
Der Konflikt zwischen protestantischem Staat und der katholischen Kirche bestimmte
lange Jahre das Verhältnis der Kölner zur Regierung in Berlin. Als drückend wurde der
Ausbau Kölns zur Festungsstadt und die Rolle des Militärs empfunden. Dennoch wurde
die mit der französischen Besatzung begonnene Modernisierung fortgesetzt. Zivil- und
Wirtschaftsrecht blieben gültig, die Bildungsreform sorgte erstmals für ein
Elementarschulwesen, überwiegend protestantische Unternehmer begannen mit der
Industrialisierung. Mit der Fortsetzung des Dombaus 1848 begann die Versöhnung der
Kölner Bourgeoisie mit der preußischen Herrschaft.
Herr Dr. Uellenberg-van Dawen, Historiker, führt uns erneut engagiert und kenntnisreich.
Hinweis: Gebühr: 13,00 € plus Eventim.Light-Kosten, Dauer: ca. 2 Std.
Treffpunkt: Reiterdenkmal auf dem Heumarkt, „Ungerm Stätz vum Pääd“, 50667 Köln
Anfahrt: ÖPNV: KVB-Linien 1, 7 und 9 bis HS „Heumarkt“
PKW: Parkhäuser Maritim Hotel, Heumarkt 20; Heumarkt, Markmannsgasse 3;
Parkhaus Am Dom, Kur
Kontaktadresse Doris Wirkes 0173 7282 888, d.wirkes21(at)gmail.com
