Exkursion: Geusenfriedhof am Weyertal – ein Rundgang 1
Im 16. Jahrhundert wurden in Köln Anhänger der damals aufkommenden neuen
protestantischen Glaubensausrichtung von der katholischen Kirche verfolgt.
Protestanten mussten ihren Glauben im Geheimen ausleben. Ab 1570 wurden
Personen verhaftet, mussten Verhöre über sich ergehen lassen oder wurden der Stadt
verwiesen, wenn sie beschuldigt worden waren, zum Beispiel nicht am katholischen
Gottesdienst teilgenommen zu haben. In einigen aufsehenerregenden Fällen wurden
protestantische Aufklärer sogar hingerichtet.
Später, vor allem als Folge des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) und durch die
Besetzung der Niederlande durch Spanien, flohen viele protestantische Gläubige nach
Köln. Diese wurden in Köln zwar toleriert, genossen jedoch keine vollen Bürgerrechte.
Unter diesen Bedingungen ist nicht verwunderlich, dass Bestattungen von Protestanten
auf den katholischen Friedhöfen der Stadt Köln untersagt waren. Der in den 1570er
Jahren angelegte Friedhof nahe der Universität, birgt zahlreiche Geschichte(n) von
sozialem Engagement, Kunst, Wohlstand, Toleranz und Unsterblichkeit.
Herr Dr. van Nies, M.A., Kunsthistoriker und Historiker, führt uns auf diesen besonderen
Friedhof.
Hinweis
Gebühr: 13,00 € plus Eventim.Light-Kosten; Dauer ca. 1,5 Std.
Treffpunkt
50937 Köln, Kerpener Straße gegenüber Hausnummer 9, hinter der USB
Anfahrt
ÖPNV: KVB-Linie 9 bis HS „Weyertal“, Bus 130 bis HS „Universität“
PKW: Parkplatz des Evang. Krankenhauses Weyertal, kostenpflichtig; wenige
Parkplätze im Wohngebiet
Kontaktadresse
Dr. Ralf Müller
0171 2131 128
mueller(at)ph2.uni-koeln.de
