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Exkursion: Geusenfriedhof am Weyertal – ein Rundgang 1

21. April @ 10:00

Im 16. Jahrhundert wurden in Köln Anhänger der damals aufkommenden neuen

protestantischen Glaubensausrichtung von der katholischen Kirche verfolgt.

Protestanten mussten ihren Glauben im Geheimen ausleben. Ab 1570 wurden

Personen verhaftet, mussten Verhöre über sich ergehen lassen oder wurden der Stadt

verwiesen, wenn sie beschuldigt worden waren, zum Beispiel nicht am katholischen

Gottesdienst teilgenommen zu haben. In einigen aufsehenerregenden Fällen wurden

protestantische Aufklärer sogar hingerichtet.

Später, vor allem als Folge des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) und durch die

Besetzung der Niederlande durch Spanien, flohen viele protestantische Gläubige nach

Köln. Diese wurden in Köln zwar toleriert, genossen jedoch keine vollen Bürgerrechte.

Unter diesen Bedingungen ist nicht verwunderlich, dass Bestattungen von Protestanten

auf den katholischen Friedhöfen der Stadt Köln untersagt waren. Der in den 1570er

Jahren angelegte Friedhof nahe der Universität, birgt zahlreiche Geschichte(n) von

sozialem Engagement, Kunst, Wohlstand, Toleranz und Unsterblichkeit.

Herr Dr. van Nies, M.A., Kunsthistoriker und Historiker, führt uns auf diesen besonderen

Friedhof.

Hinweis

Gebühr: 13,00 € plus Eventim.Light-Kosten; Dauer ca. 1,5 Std.

Treffpunkt

50937 Köln, Kerpener Straße gegenüber Hausnummer 9, hinter der USB

Anfahrt

ÖPNV: KVB-Linie 9 bis HS „Weyertal“, Bus 130 bis HS „Universität“

PKW: Parkplatz des Evang. Krankenhauses Weyertal, kostenpflichtig; wenige

Parkplätze im Wohngebiet

Kontaktadresse

Dr. Ralf Müller

0171 2131 128

mueller(at)ph2.uni-koeln.de

Details

  • Datum: 21. April
  • Zeit:
    10:00