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Arbeitskreis: „Es werde Licht“ ‒ Glaskunst in Sakralbauten und im öffentlichen Raum

23. April @ 12:0013:30

Glasfenster sind Teil der Architektur und ebenso ein malerisches Kunstwerk. Der Entstehungsprozess eines Fensters ist lang und benötigt viele Fähigkeiten aus unterschiedlichen Gewerken. In einer Werkstatt tragen immer viele Hände zum Entstehen der Glaswerke bei.

In diesem Arbeitskreis werden zunächst Wissensgrundlagen erarbeitet, die für die Betrachtung und den Vergleich von Glasfenstern benötigt werden. Mittelalterliche Kathedralverglasungen und Fenster der Gegenwart, Scheiben der Renaissance oder des Expressionismus werden beispielhaft vorgestellt.

Neben den Techniken zur Glasherstellung und der Arbeit in Glaswerkstätten werden auch die Räume betrachtet, für die diese Arbeiten entworfen wurden. Die Fenster treten oft in einen Dialog mit bereits vorhandenen älteren Fenstern. Wie lassen sich Kriterien entwickeln, die eine Beschreibung und Einordnung dieser Beziehungen und künstlerischen Auswir- kungen ermöglichen? Exemplarisch werden Analysen von Neuverglasungsprozessen für besondere Orte durchgeführt. Zahlreiche Glasfenster der Gegenwart sind an kleinen und unbekannten Orten entstanden, zum Beispiel in Kirchen in Sachsen-Anhalt, in Synagogen, in Domen (u. a. in Naumburg, Mainz, Ulm, Köln), ebenso in Rathäusern oder auch im öffentlichen Raum.

Eine mittelalterliche Kathedralverglasung beschreibt Abt Gosbert (10. Jh.) so: „Alle Besucher staunen über die mannigfaltige Wirkung des Kunstwerkes aus Glas und ihre Her- zen durchdringt vielfache Freude“. Im 20. Jh. formuliert Ludwig Schaffrath zu seinen abstrakten Glaswerken: „Wahrhafte Kunst muss den Menschen packen und ihn aus seinem Alltag herausheben“. In diesem Sinne freue ich mich auf einen interessanten Arbeitskreis mit Ihnen.

Informationen: Referate können übernommen werden Exkursionen werden ergänzend angeboten

Dr. Martina Langel

Wöchentliche Sitzungen: Di., 12.00–13.30 Uhr

Universitäts- und Stadtbibliohtek, Eigang über Kerpener Straße 20

Es ist keine Anmeldung erforderlich. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein gültiger Gasthörer:innenausweis. Bitte bringen Sie diesen zur ersten Sitzung mit.

Das Honorar für diese Veranstaltung wird aus den Mitgliedsbeiträgen des fgs finanziert. Darüber hinausgehende Kosten der Organisation und Koordination werden durch die Universität zu Köln gedeckt.

Details

Datum:
23. April
Zeit:
12:00 – 13:30
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